Trump setzt Einsatz für sichere Hormus-Durchfahrt aus

Zwischen Washington und Teheran nahmen die Spannungen zuletzt trotz Waffenruhe wieder zu. Streitpunkt ist auch die Straße von Hormus. Präsident Trump kündigt eine überraschende Kehrtwende an.
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Das "Projekt Freiheit" von US-Präsident Trump soll zeitweise ausgesetzt werden.
Das "Projekt Freiheit" von US-Präsident Trump soll zeitweise ausgesetzt werden. © Jacquelyn Martin/AP/dpa
Washington

Präsident Donald Trump will den US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus "für kurze Zeit" aussetzen. Während des Stopps von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Es habe für ein solches "umfassendes und abschließendes" Abkommen "große Fortschritte" gegeben, schrieb er. 

Die US-Blockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe in vollem Umfang in Kraft, schrieb Trump. Die Aussetzung von "Projekt Freiheit" erfolge auf Bitten Pakistans und anderer Länder sowie den "enormen militärischen Erfolgen" der USA. Pakistan vermittelt zwischen Washington und Teheran.

Rasche Kehrtwende der US-Regierung 

Damit scheint für das "Projekt Freiheit" nach nur rund einem Tag erst einmal wieder Schluss zu sein: Am Montag hatten die USA die Initiative gestartet, die festsitzenden Schiffen helfen soll, die Straße von Hormus zu passieren. Der Iran reagierte darauf nach US-Angaben mit mehreren Angriffen – unter anderem auf US-Streitkräfte, die versuchten, die Handelsschifffahrt in der Meerenge wieder in Gang zu bringen. 

Trumps Ankündigung überrascht: Noch am Dienstag hatten sowohl US-Verteidigungsminister Pete Hegseth als auch Außenminister Marco Rubio vor Journalisten für die neue US-Initiative geworben. Rubio sagte etwa, dass man sich "jetzt" dem neuen Projekt widmen werde, nachdem die US-Offensive "Gewaltiger Zorn" beendet worden sei. Diesen Namen ("Epic Fury") hatte die US-Regierung ihrem Krieg gegen den Iran gegeben, den sie gemeinsam mit Israel Ende Februar begonnen hatte. 

Erneute Eskalation befürchtet

Zwischen den USA und dem Iran herrscht derzeit eine fragile Waffenruhe, an die sich auch Israel hält. Zuletzt nahmen die Spannungen zwischen Washington und Teheran zu, weswegen eine weitere Eskalation im Krieg befürchtet wurde: Trump drohte der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung, nachdem der Iran als Reaktion auf die US-Initiative zur Öffnung der Meerenge am Montag Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen hatte. 

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer Initiative. Teheran besteht auf seiner Forderung, den Verkehr in der Straße von Hormus zu kontrollieren. Der Iran will, dass Schiffe für die Passage der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman künftig eine Mautgebühr zahlen. 

Die Straße von Hormus ist unter anderem als Transportweg für den Export von Öl- und Flüssiggas von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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