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Heizkosten-Streit: Untiefen des Unfairen

Die AZ-Politik-Chefin Natalie Kettinger über den SPD-Vorstoß zur Umverteilung von steigenden Heizkosten.
| Natalie Kettinger
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So ganz unrecht haben Svenja Schulze und Olaf Scholz nicht. Vom Vermieter hängt ab, wie ein Haus beheizt wird. Er hat es in der Hand, sich für Erneuerbare Energie zu entscheiden, seinem Mieter damit eine Verteuerung via CO2-Preis zu ersparen und gleichzeitig in den Klimaschutz zu investieren.

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Teilung der Mehrkosten ist für Mieter unfair

Die Mehrkosten einfach halbe-halbe auf beide umzulegen, birgt trotzdem Untiefen des Unfairen. Denn erstens wird das Verhalten des Mieters dabei nicht berücksichtigt - ob er die Heizung nun umweltverträglich aufdreht oder für wohlige Wärme bis in den Innenhof sorgt. Zweitens sollen die zusätzlichen Heizkosten- zumindest für Menschen mit geringem Einkommen - über eine CO2-Komponente beim Wohngeld ausgeglichen werden.

Immobiliengesellschaften in der Verantwortung für Umstieg

Und drittens ist nicht jeder, der eine Wohnung zur Alterssicherung vermietet, in der Lage, für Tausende Euro eine Alternative zu den Öltanks im Keller anzuschaffen, selbst wenn es dafür eine Förderung gibt. Bei großen Immobiliengesellschaften dürfte das anders sein - zumal sie seit Jahren von der Mietmisere profitieren und Millionengewinne abschöpfen. Besser wäre es daher, die Politik würde explizit über diese Zielgruppe nachdenken. Das hätte sogar etwas von ausgleichender Gerechtigkeit.

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