Hegseth erhöht Druck auf Kuba: Sind auf alles vorbereitet

Sanktionen und eine Ölblockade sind nur zwei Beispiele für den Druck Washingtons auf Havanna. Nun besucht der Pentagon-Chef auf Kuba einen US-Stützpunkt - und legt verbal nach.
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erhöht den Druck auf Kuba verbal weiter. (Archivbild)
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erhöht den Druck auf Kuba verbal weiter. (Archivbild) © Jeremias Gonzalez/AP/dpa
Guantánamo Bay

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei einem Besuch auf dem US-Stützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba den Druck auf de sozialistische Karibikinsel verbal weiter erhöht. Was auch immer mit der Zukunft Kubas geschehe, liege in den Händen von US-Präsident Donald Trump und der Führung Kubas, sagte er. "Komme, was da wolle - das Kriegsministerium wird auf jede mögliche Eventualität vorbereitet und eingestellt sein." Man sei heute unter anderem dort, um darüber zu sprechen, betonte Hegseth vor Soldaten, vor denen er sich als einer von ihnen inszenierte. Er trug kurze Hose und T-Shirt und machte im Anschluss gemeinsam mit den Soldaten Fitnessübungen.

Die Beziehungen zwischen Washington und Havanna sind seit Langem angespannt - unter US-Präsident Donald Trump nahmen die Spannungen aber nochmal deutlich zu. Um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren, erhöhte seine Regierung den Druck auf Havanna mit zahlreichen Maßnahmen - darunter eine Reihe neuer Sanktionen und eine Ölblockade. Immer wieder gab es im Zuge der Druckkampagne auch Sorge vor einer möglichen militärischen Eskalation. Zugleich finden seit Monaten Gespräche zwischen Washington und Havanna statt. 

Ungewöhnliches Treffen sorgte für Aufsehen

Der Militärstützpunkt von Guantánamo Bay liegt an der südöstlichen Küste Kubas. Das Territorium steht seit 1903 wegen eines umstrittenen Pachtvertrags unter US-Kontrolle. Seit dem Sieg der kubanischen Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 betrachtet Kuba den unbefristeten Vertrag als ungültig. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichteten die Vereinigten Staaten in Guantánamo ein umstrittenes Gefangenenlager.

Ende vergangenen Monats sorgte ein ungewöhnliches direktes Treffen ranghoher Generäle beider Staaten im Außenbereich des US-Stützpunkts für Aufsehen: Wie beide Seiten damals mitteilten, trafen der Chef des zuständigen US-Regionalkommandos (Southcom), General Francis Donovan, und der Chef des Generalstabs der kubanischen Revolutionären Streitkräfte, Roberto Legrá Sotolongo, dort zusammen. Wirklich konkrete offizielle Informationen zum Inhalt des Austausches gab es danach nicht.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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