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Handydaten gegen Corona-Sünder? Pure Hilflosigkeit

Die Politik-Chefin Natalie Kettinger über den Vorschlag, Bewegungsprofile auszuwerten.
| Natalie Kettinger
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Gemeindetagspräsident Uwe Brandl will also Handydaten auswerten, um Corona-Sünder zu entlarven, die es gewagt haben, den 15-Kilometer-Radius zu verlassen. Dieser Vorschlag kollidiert nicht nur massiv mit dem Datenschutz und dem Grundgesetz - er zeigt außerdem die zunehmende Hilflosigkeit der Politik im Kampf gegen die Corona-Pandemie. 

Anstatt Senioren- und Pflegeheime endlich effektiv zu schützen sowie über 80-Jährigen schnellstens eine Impfung zu ermöglichen, werden immer neue Maßnahmen aus dem Hut gezaubert, an deren Nutzen - siehe Bewegungsradius - mittlerweile auch Experten zweifeln.

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Was Tatkraft demonstrieren soll, stiftet vor allem: Verwirrung. Wo beginnen denn die 15 Kilometer? An der Haustür? Im Ortszentrum? An der Stadtgrenze? Da muss man auf der Seite des Innenministeriums schon ein bisschen klicken, bis man die Antwort findet: an der Außengrenze der Wohnortgemeinde. Nun bitte ein wenig rechnen - und schon weiß man Bescheid. Einfach, verständlich und vertrauensbildend ist anders.

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