Grossi will Vereinte Nationen wieder "aktiver" machen

Bislang ist der Argentinier Chef der UN-Atomenergiebehörde. Jetzt macht er deutlich, dass er ganz nach oben will. Und spart auch nicht mit Kritik am heutigen Zustand der Weltorganisation.
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Rafael Grossi, der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), bemüht sich um den Posten des UN-Generalsekretärs. (Archivbild)
Rafael Grossi, der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), bemüht sich um den Posten des UN-Generalsekretärs. (Archivbild) © -/kyodo/dpa
Rom

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, sieht für sich gute Chancen, neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen zu werden. "Ich will nicht sagen, dass ich die Wahl schon in der Tasche habe", sagte der Argentinier der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". "Aber ich glaube, dass ich eine von allen Seiten respektierte Persönlichkeit bin und echte Kontakte zu allen habe." Über den Top-Posten der Vereinten Nationen wird in den nächsten Monaten entschieden.

Der 64 Jahre alte Argentinier hatte seine Kandidatur für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres aus Portugal bereits im September offiziell gemacht. Inzwischen hat er die offizielle Unterstützung seines Heimatlandes. Interesse angemeldet haben auch die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet und die frühere Vizepräsidentin von Costa Rica, Rebeca Grynspan. Der Posten wird zum 1. Januar 2027 neu besetzt.

Grossi: Sicherheitsrat in "fast völliger Blockade"

Grossi verwies in dem Interview darauf, dass er durch seine bisherige Arbeit als IAEA-Chef mit allen wichtigen Nationen im Gespräch sei, auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin. "Bei den UN ist die Macht der Initiative völlig verloren gegangen", kritisierte Grossi. Ein UN-Generalsekretär müsse "aktive Diplomatie" betreiben. "Der UN-Sicherheitsrat leidet unter einer fast völligen Blockade, da die USA, China und Russland sehr oft gegensätzliche Positionen vertreten." 

Das Amt rotiert traditionell zwischen den Weltregionen. Als Nächstes wäre Lateinamerika an der Reihe. Bislang wurden die Vereinten Nationen noch nie von einer Frau geleitet. Die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ist aktuell Präsidentin der UN-Generalversammlung in New York.

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