Großer Anti-G7-Protest - Genf im Ausnahmezustand

In Genf demonstrieren Tausende gegen den G7-Gipfel und für verschiedene Anliegen. Die Stadt verstärkt die Sicherheitsmaßnahmen – aus Sorge vor Ausschreitungen wie 2003.
dpa |
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Viele fordern mehr Unterstützung für Palästinenser beim Protestmarsch in Genf.
Viele fordern mehr Unterstützung für Palästinenser beim Protestmarsch in Genf. © Michael Kappeler/dpa
Genf

In der Schweizer Grenzstadt Genf hat ein großer Protestmarsch gegen den Kapitalismus, für mehr Unterstützung für die Palästinenser und viele andere Anliegen begonnen. 

Die Demonstration ist als "No G7"- angemeldet, was sich auf das Treffen der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA beginnt ab Montag in Evian in Frankreich bezieht. Die Stadt liegt rund 50 Kilometer entfernt, aber Frankreich wollte nach Angaben der Genfer Stadtregierung keine Proteste dulden. Deshalb meldeten sie sich in Genf an. 

Genf fürchtet Ausschreitungen 

In Erinnerung an verheerende Schäden bei einer Demonstration 2003 haben hunderte Genfer Geschäftsleute und Hoteliers ihre Schaufenster mit Sperrholz verriegelt. Damals ging es auch gegen einen Gipfel in Evian, bei dem noch Russland dabei war, also ein G8-Treffen. Der Protest artete damals in Gewalt und Geschäftsplünderungen aus. 

Die Genfer Polizei hat dieses Mal Verstärkung aus dem ganzen Land aufgeboten. Mehrere tausend Polizistinnen und Polizisten kontrollieren seit zwei Tagen überall in der Stadt Autos und Personalien von Passanten.

Viele Palästinenserflaggen

Bei strahlendem Sonnenschein sammelten sich am Treffpunkt in einem Park direkt am Genfersee nach ersten Einschätzungen mehrere tausende Menschen mit Plakaten. Viele Teilnehmer trugen Palästinenserfahnen. Der Marsch wird von einer Koalition aus rund 60 verschiedenen Gruppen organisiert, darunter auch Feministinnen, Gewerkschaftsvertreter, Kurden und ein "revolutionärer Block", wie eine Sprecherin vorher angekündigt hatte.

Die Polizei hatte sich vorher auf rund 50.000 Teilnehmende eingestellt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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