Frankreich vor nächster Runde der Schülerproteste

Trotz der Gewaltexzesse rufen die Schülervertretungen für Dienstag zu einem landesweiten Protesttag auf. Unterstützung kommt von großen Bildungsgewerkschaften, die teils auch zum Streik aufrufen.
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Trotz der Gewaltexzesse finden die Schülerproteste breite Unterstützung. (Archivbild)
Trotz der Gewaltexzesse finden die Schülerproteste breite Unterstützung. (Archivbild) © Laurent Cipriani/AP/dpa
Paris

Nach den Gewaltexzessen der vergangenen Woche steht Frankreich vor dem nächsten großen Protesttag: Für Dienstag haben Schülervertretungen zu landesweiten Protesten aufgerufen. Unterstützung kommt von mehreren großen Bildungsgewerkschaften, die auf ihren Internetseiten zur Beteiligung an den Aktionen und teils auch zum Streik aufrufen. Damit könnte der Protest über die Schülerbewegung hinaus an Breite gewinnen. 

Nach den heftigen Ausschreitungen der vergangenen Tage hat sich die Lage am Wochenende zunächst beruhigt. Die vergangenen Tage waren von teils drastischen Gewaltszenen geprägt: Lehrer wurden angegriffen, Polizisten verletzt, Mülltonnen und Fahrzeuge in Brand gesetzt. Es gab viele Verletzte. Die Ausschreitungen verursachten erhebliche Sachschäden, deren Kosten auf Millionenhöhe geschätzt werden. 

Unterricht soll schrittweise wieder aufgenommen werden 

Wie Bildungsminister Édouard Geffray dem Sender France 2 und dem Radiosender France Inter sagte, soll der Unterricht am Montag schrittweise wieder aufgenommen werden. An 400 bis 500 Einrichtungen, an denen jedoch die Sicherheitsbedingungen nicht gewährleistet sind, werde der Unterricht ganz oder teilweise ausgesetzt. Als Gründe nannte Geffray entweder materielle Probleme oder Fälle, in denen Beschäftigte des Bildungswesens direkt angegriffen worden seien. 

Nach einem Treffen mit Geffray am Freitag erklärten die Schülervertretungen, keine ausreichenden konkreten Zusagen erhalten zu haben. Im Kern fordern sie unter anderem mehr Personal und Geld für die Schulen, kleinere Klassen und bessere Lernbedingungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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