Fleischindustrie: Unter aller Sau?

Der Politik-Vize Clemens Hagen kommentiert zur Debatte über die Fleischerzeugung.
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Der Anhänger eines Firmen-Lkw von Westfleisch steht auf einem Parkplatz vor dem Werksgelände in Coesfeld im Münsterland. Beim Fleischkonsum brauchen wir ein Umdenken, meint Clemens Hagen.
imago images / Chris Emil Janßen, AZ Der Anhänger eines Firmen-Lkw von Westfleisch steht auf einem Parkplatz vor dem Werksgelände in Coesfeld im Münsterland. Beim Fleischkonsum brauchen wir ein Umdenken, meint Clemens Hagen.

"Fleischesser sind die lebenden Gräber ermordeter Tiere." Das hat der große russische Schriftsteller und Vegetarier Leo Tolstoi geschrieben – und seine Familie dafür gehasst, dass sie es ihm nicht gleichtun wollte. Muss man so radikal sein? Ist Fleisch wirklich unter aller Sau? Nein, ist es nicht! Zumindest nicht zwangsläufig. Was es aber braucht, ist ein Umdenken bei den Konsumenten. Beim Fleischverzehr steht weniger (Quantität) tatsächlich für mehr (Qualität).

Zugegeben, das ist keine ganz neue Erkenntnis, aber die Corona-Krise macht ein Umdenken bei diesem Thema dringlich. Denn neben dem Tierwohl geht es auch ums Menschwohl. Den südosteuropäischen Leiharbeitern in den Schlachtbetrieben – tatsächlich arme Schweine – stehen menschenwürdige und vor allem sichere Unterkünfte mindestens ebenso zu wie den Tieren ein artgerechtes Leben. Und Sterben.

 

 

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