Fiese Attacke: Regierungschef dort attackiert, wo's wehtut

Wieder hat es im ukrainischen Parlament eine handfeste Auseinandersetzung gegeben. Ein Abgeordneter versuchte gar, Regierungschef Jazenjuk, brutal vom Rednerpult zu zerren.
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Jazenjuk klammert sich am Rednerpult fest, während ihm ein Parlamentarier in den Schritt greift.
dpa Jazenjuk klammert sich am Rednerpult fest, während ihm ein Parlamentarier in den Schritt greift.

Wieder hat es im ukrainischen Parlament eine handfeste Auseinandersetzung gegeben. Ein Abgeordneter versuchte gar, Regierungschef Jazenjuk, brutal vom Rednerpult zu zerren.

Kiew – Eklat beim Rechenschaftsbericht von Ukraines Regierungschef Arseni Jazenjuk! Mitten in der Rede entwickelte sich am Freitag ein Handgemenge, Abgeordnete gingen aufeinander los, ein Abgeordneter der Präsidentenpartei Petro-Poroschenko- Block versuchte sogar, Jazenjuk vom Rednerpult zu zerren, nachdem er ihm einen Blumenstraß überreicht hatte.

 "Das ist kein Zirkus und keine Show, es geht um das Schicksal eines Landes mit Millionen Einwohnern", kommentierte Jazenjuk das Chaos in der Obersten Rada.

 

 

Jazenjuk für Visafreiheit mit der EU

 

In seinem Ausblick für das Jahr 2016 bekräftigte der Regierungschef das Ziel der Visafreiheit mit der EU. "Die Ukraine verdient es, dass die Europäische Union ihre Grenzen für die Ukraine öffnet, so wie die Ukraine für die Europäische Union", meinte er.

Bei der Energieversorgung sei die Ukraine 2015 unabhängiger geworden, sagte Jazenjuk. Die von der Staatspleite bedrohte Ukraine ist seit Jahren auf Hilfskredite angewiesen. Die Währungsreserven seien gestiegen und der Staatsbankrott abgewendet, betonte der Ministerpräsident. Die Staatsschulden seien von umgerechnet 66 Milliarden Euro auf 60 Milliarden Euro gesunken.

Jazenjuk führt die Regierung seit dem Umsturz im Februar 2014. Zuletzt hatten Kritiker immer wieder seine Entlassung gefordert.

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