EU will Flucht aus Afrika verringern

Geld gegen Hilfe: Die EU stellt Afrika Milliarden in Aussicht. Dafür sollen die Afrikaner mehr tun, um Menschen von der Flucht nach Europa abzuhalten. Viele halten den Nothilfefonds für zu klein. Doch die EU-Staaten zieren sich noch.
| dpa
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Gruppenbild aller Teilnehmer. Bei dem zweitägigen Treffen in Valletta sind neben den EU-Staats- und Regierungschefs Vertreter aus 35 afrikanischen Ländern zu Gast.
dpa Gruppenbild aller Teilnehmer. Bei dem zweitägigen Treffen in Valletta sind neben den EU-Staats- und Regierungschefs Vertreter aus 35 afrikanischen Ländern zu Gast.

Valletta - Die EU verspricht den afrikanischen Ländern mehr Entwicklungshilfe und Unterstützung, um Menschen von der Flucht nach Europa abzuhalten. Im Gegenzug sagen die Afrikaner zu, mehr abgelehnte Asylbewerber wieder aufzunehmen.

Beim EU-Sondergipfel mit 35 afrikanischen Staaten verabschiedeten beide Seiten in Valletta einen entsprechenden Aktionsplan.

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Die EU stellt den Afrikanern darin Hilfe im Kampf gegen die Armut in Aussicht, etwa um neue Jobs insbesondere für junge Männer und Frauen zu schaffen. Die Zahl der "Erasmus"-Stipendien für Studenten aus diesen Ländern soll sich bis 2016 verdoppeln und es soll mehr Wege für die legale Einwanderung nach Europa geben. Entsprechende Projekte sind bis Ende 2016 vorgesehen.

Die Europäer wollen sich auch für politische Stabilität, Menschenrechte und den Kampf gegen den Terrorismus einsetzen.

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Auch Unterstützung beim Grenzschutz ist geplant, in Niger soll es ein gemeinsames Team im Kampf gegen Menschenhändler geben. Besonders wichtig ist der EU aber auch, dass die Afrikaner Unterstützung dabei bekommen, abgelehnte Asylbewerber wieder aufzunehmen und zu integrieren.

Laut Aktionsplan bekommen die Behörden vor Ort praktische Hilfe, um Bürger - die auf dem Weg nach Europa häufig ihre Pässe wegwerfen - zu identifizieren. Im ersten Quartal 2016 wird es eine entsprechende Mission in zehn afrikanischen Staaten geben.

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