Etwa zwei Dutzend IS-Kämpfer aus Deutschland im Irak

Rund zwei Dutzend mutmaßliche Terrorkämpfer mit Deutschlandbezug sitzen jetzt im Irak in Haft. Wie sie dorthin kamen – und was aus ihnen wird.
dpa |
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Insassen des al-Schaddadi-Gefängnisses in Syrien konnten im Januar fliehen, wurden aber später teils wieder geschnappt und in den Irak gebracht. (Archivbild)
Insassen des al-Schaddadi-Gefängnisses in Syrien konnten im Januar fliehen, wurden aber später teils wieder geschnappt und in den Irak gebracht. (Archivbild) © Moawia Atrash/dpa
Berlin

Unter den von der US-Armee aus Syrien in den Irak verlegten mutmaßlichen Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind rund zwei Dutzend Männer mit Bezug zu Deutschland. Die meisten von ihnen sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur deutsche Staatsbürger, einzelne lebten vor ihrer Ausreise zu der Terrormiliz als Ausländer in Deutschland. NDR, WDR und die "Süddeutsche Zeitung" hatten zuerst über die Zahl der Gefangenen mit Deutschlandbezug berichtet. 

Die USA hatten vergangene Woche nach eigenen Angaben die Verlegung von Tausenden früheren IS-Kämpfern abgeschlossen. Demnach wurden 5.700 Männer aus Syrien in irakische Haftanstalten gebracht, wie das zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte, Centcom, mitteilte. 

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warnte, ihnen drohten im Irak nun unter anderem Misshandlung, Folter und unfaire Prozesse. 

IS-Kämpfer konnten teils entkommen

Hintergrund für die Maßnahme waren Spannungen zwischen der neuen Regierung in Damaskus und der von Kurden dominierten Miliz SDF (Syrian Democratic Forces), die als US-Verbündete eine bedeutende Rolle bei dem militärischen Sieg gegen den IS gespielt hatte. 

Tausende IS-Kämpfer und deren Angehörige waren in den vergangenen Jahren in von den Kurden bewachten Gefängnissen und Lagern in Nordostsyrien festgehalten worden. Im Verlauf der Konfrontation zwischen der SDF und der Zentralregierung unter der Führung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa verließen sie teils ihre Posten, wodurch auch IS-Anhänger entkommen konnten. 

Der IS hatte ab 2013 Gebiete im Irak und in Syrien erobert und dort - auch mit Hilfe ausländischer Kämpfer - ein brutales Regime errichtet, das durch extreme Gewalt geprägt war. 2019 verlor die Terrormiliz nach einer militärischen Niederlage die letzten noch von ihr kontrollierten Gebiete in Syrien. Ein Teil der ausländischen Kämpfer wurde bei den Kämpfen getötet, andere verließen die Region oder wurden inhaftiert.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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