Erneut Ölanlagen in Russland unter Beschuss

Russlands Ölindustrie kommt nicht zur Ruhe. Im Abwehrkampf gegen Moskaus Invasion setzt die Ukraine auf Drohnenattacken gegen strategische Ziele im Hinterland - und Russlands Flugabwehr ist machtlos.
dpa |
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Angriffe mit Drohnen weit hinter der Frontlinie gehören zum Alltag im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. (Archivbild)
Angriffe mit Drohnen weit hinter der Frontlinie gehören zum Alltag im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. (Archivbild) © Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Twer/Stawropol

Ukrainische Kampfdrohnen haben in der Nacht zwei Öldepots in Russland in Brand gesetzt. "In der vergangenen Nacht ist in Twer infolge der Abwehr eines Drohnenangriffs ein Feuer in einem der Reservoirs der "Ölbasis Twer" ausgebrochen", teilte der Gouverneur der Region, Witali Koroljow, russischen Nachrichtenagenturen zufolge mit. Die Feuerwehr ist seinen Angaben nach noch beim Löschen. Zeitgleich ging auch in der südrussischen Region Stawropol ein Öldepot in Flammen auf. 

Der dortige Gouverneur Wladimir Wladimirow schrieb bei Telegram zunächst von einem Brand in einem nicht näher benannten Industrieobjekt der Ortschaft Wjasniki, wenige Kilometer nördlich der Gebietshauptstadt. Später räumte er ein, dass die Flammen sich ausgeweitet hätten. "Das Feuer hat die Reservoirs mit Brennstoff erreicht", teilte er mit. Aus Sicherheitsgründen müssten die anliegenden Straßenzüge evakuiert werden. 

Einmal mehr wurden auch russische Öltanker Ziel der ukrainischen Drohnenangriffe. Der Gouverneur der südrussischen Region Rostow, Juri Sljussar, berichtete von zwei weiteren Einschlägen auf Schiffen im Asowschen Meer. Wegen der dort ausgebrochenen Brände hätten Sicherheitskräfte die Mannschaften von Bord gebracht. Schon am Vortag hatte Sljussar von Drohnenattacken auf ebenfalls zwei Schiffe berichtet - die ukrainischen Drohnentruppen meldeten zeitgleich Treffer bei neun Schiffen. 

Kiew bestätigt Angriffe

Der ukrainische Generalstab bestätigte später die neuen Angriffe auf die Schiffe, machte aber auch diesmal deutlich höhere Angaben als Moskau. So wurden nach Darstellung Kiews zwölf Tanker, ein Bugsierschiff und ein Trockenfrachter auf See getroffen. Die betreffenden Schiffe seien zur Treibstoffversorgung des russischen Militärs und zur Umgehung der Sanktionen gegen den Ölexport Russlands genutzt worden, teilte der Generalstab auf Telegram mit. Zudem hätten die Drohnen auch ein Ölumschlagterminal im Gebiet Rostow getroffen und in Brand gesetzt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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