Ermittlungen zum Anschlag von Manchester kommen voran

Nach dem Terroranschlag in Manchester hat die britische Polizei am Morgen zwei weitere Verdächtige festgenommen. Damit wurden im Zusammenhang mit dem Anschlag, bei dem am Montag 22 Besucher eines Konzerts getötet wurden, bereits 13 Verdächtige festgesetzt.
| dpa
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Die Polizei hat dreizehn Männer im Zusammenhang mit dem Manchester-Attentat festgenommen.
dpa Die Polizei hat dreizehn Männer im Zusammenhang mit dem Manchester-Attentat festgenommen.

Manchester/London - Zwei von ihnen wurden jedoch bereits auf freien Fuß gesetzt. In der Nacht seien weitere Wohnungen durchsucht worden, twitterte die Polizei in Manchester weiter.

Die britische Anti-Terror-Polizei zog eine positive Zwischenbilanz ihrer bisherigen Ermittlungen. Ein großer Teil des islamistischen Netzwerks um den Täter sei gefasst, sagte der oberste Ermittler Mark Rowley am Freitag. Dennoch bleibt im ganzen Land vorerst die Terrorwarnstufe auf höchstem Stand. Die Situation sei weiter "kritisch", sagte Innenministerin Amber Rudd nach einer weiteren Krisensitzung des Kabinetts.

Salman Abedi, ein Brite libyscher Abstammung, hatte am Montagabend nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande einen Sprengsatz gezündet und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Dutzende weitere wurden verletzt. Der 22-Jährige war dem britischen Geheimdienst bekannt, wurde aber nicht regelmäßig überprüft.

Grande will ein Benefizkonzert geben

Die US-Sängerin Grande kündigte derweil an, nach Manchester zurückzukehren, um in der Stadt ein Benefizkonzert zugunsten der Opfer und ihrer Familien zu geben. Ein genaues Datum nannte sie in ihrer am Freitag veröffentlichten Erklärung noch nicht. Die 23-Jährige sprach allen Opfern und Angehörigen ihr Beileid aus und lobte die Einwohner Manchesters für ihre Furchtlosigkeit und Eintracht. "Unsere Antwort darauf muss sein, näher zusammenzurücken, uns zu helfen, mehr zu lieben, lauter zu singen sowie mitfühlender und großzügiger zu leben als bisher", schrieb sie.

US-Außenminister Rex Tillerson äußerte unterdessen sein Bedauern über die Veröffentlichung heikler Informationen in den USA zu dem Anschlag. Sein Land übernehme die "volle Verantwortung" dafür, sagte er während eines Treffens mit seinem Amtskollegen Boris Johnson in London. Das Vertrauen zwischen Washington und London war getrübt, nachdem US-Behörden amerikanischen Medien britische Ermittlungsergebnisse zugespielt hatten. Der Informationsaustausch zwischen Stellen beider Länder wurde eingestellt, am Freitag aber wieder aufgenommen.

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