Erdogan droht parteiinternen Widersachern

Nach der Wahlniederlage der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat Präsident und Parteichef Recep Tayyip Erdogan eine Drohung an parteiinterne Widersacher ausgesprochen.
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warnt parteiinterne Widersacher. Die AKP hat bei den jüngsten Kommunalwahlen die Kontrolle über Istanbul und die Hauptstadt Ankara an die wichtigste Oppositionspartei verloren.
PPPS/AP/dpa Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warnt parteiinterne Widersacher. Die AKP hat bei den jüngsten Kommunalwahlen die Kontrolle über Istanbul und die Hauptstadt Ankara an die wichtigste Oppositionspartei verloren.

Istanbul - Nach der Wahlniederlage der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat Präsident und Parteichef Recep Tayyip Erdogan eine Drohung an parteiinterne Widersacher ausgesprochen.

"Die Arbeit einiger Leute aus dem Inneren (der Partei) ist schwer zu schlucken", sagte Erdogan am Samstag bei einem Parteitreffen in Ankara. Namen nannte er nicht.

"Wir werden sie zur Rechenschaft ziehen, wenn die Zeit gekommen ist. Wir werden sie nicht auf unseren Rücken tragen", sagte Erdogan weiter. "Was in welcher Provinz, in welchem Bezirk passiert, all diese Informationen kommen bei uns an." Welche Maßnahmen er ergreifen wolle, führte Erdogan nicht weiter aus.

Erdogans Bemerkungen folgen auf eine seltene, harsche Kritik von Ex-Premierminister und AKP-Mitglied Ahmet Davutoglu an der Partei. Davutoglu hatte Anfang der Woche über soziale Medien unter anderem die Zusammenarbeit der AKP mit den Ultranationalisten kritisiert. Diese sei Mitschuld an der Wahlniederlage in Istanbul, sagte er.

Bei der Kommunalwahl vor rund vier Wochen hatte die AKP den wichtigsten Bürgermeisterposten des Landes um Haaresbreite an den Kandidaten der oppositionellen Mitte-Links-Partei CHP, Ekrem Imamoglu, verloren. Die AKP hatte daraufhin eine Serie von Beschwerden eingelegt und auch eine Wiederwahl gefordert. Im Streit um das Ergebnis wird eine Entscheidung der Wahlbehörde YSK in den kommenden Tagen erwartet.

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