Er leugnet den Holocaust: Horst Mahler in Ungarn festgenommen

Der untergetauchte einstige Mitbegründer der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) und spätere Rechtsextremist Horst Mahler ist einem Bericht zufolge in Ungarn gefasst worden.
| dpa
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Der einstige Mitbegründer der linksterroristischen Rote Armee Fraktion und spätere Rechtsextremist Horst Mahler hat sich durch die Flucht einer neuen Haftstrafe entzogen.
Bernd Settnik/dpa Der einstige Mitbegründer der linksterroristischen Rote Armee Fraktion und spätere Rechtsextremist Horst Mahler hat sich durch die Flucht einer neuen Haftstrafe entzogen.

Der untergetauchte einstige Mitbegründer der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) und spätere Rechtsextremist Horst Mahler ist einem Bericht zufolge in Ungarn gefasst worden.

"Nach den uns vorliegenden Informationen wurde Horst Mahler in Ungarn festgenommen", zitierte "die tageszeitung" (taz) am Montag den Sprecher der Staatsanwaltschaft München II, Ken Heidenreich. Die Festnahme sei "aktuell" erfolgt.

Der 81-jährige Mahler hatte trotz Ladung die Fortsetzung seiner Haft in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel am 19. April nicht angetreten. Dort hatte er seit 2009 eine zehnjährige Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust verbüßt. In einer Videobotschaft kündigte Mahler an, dass er in einem anderen Land um Asyl bitten werde.

Die in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" berichtete jetzt, der Holocaustleugner habe sich an den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán gewandt. "Ich habe am 12. Mai 2017 den Führer der Ungarischen Nation, Viktor Orbán, ersucht, mir als politisch Verfolgtem Asyl in Ungarn zu gewähren", zitiert das Blatt aus einer Erklärung des 81-Jährigen.

Offizielle Stellen in Ungarn äußerten sich zunächst nicht zu der Festnahme. Bisher hat Mahler laut "taz" keinen Asylantrag in Ungarn gestellt. "Selbst wenn er etwas beantragen würde, ist es rechtlich ausgeschlossen, dass sich die Immigrationsbehörde damit substanziell beschäftigen würde", zitierte die Zeitung einen ungarischen Regierungssprecher.

Lesen Sie hier: Rechtsextremist Mahler abgetaucht

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