Die CSU bin ich

Die AZ-Redakteurin Angela Böhm über Seehofers Atom-Kurs.
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Unangefochten an der Spitze der CSU: Horst Seehofer.
dapd Unangefochten an der Spitze der CSU: Horst Seehofer.

Angela Böhm Die AZ-Landtagskorrespondentin über Seehofers Atom-Kurs.

Noch vor einem halben Jahr hat es für Horst Seehofer auf dem Parteitag ganz anders ausgesehen. Da musste er kämpfen, damit Superstar Karl-Theodor zu Guttenberg ihn nicht wegfegt. Geliebt hatte ihn seine Partei noch nie. Doch die politische Welt dreht sich schnell. Der Hoffnungsträger ist weg. Die Atom-Katastrophe in Japan da. Und Seehofer sitzt ganz alleine hoch oben auf seinem Thron. Weit und breit keiner mehr, der ihm gefährlich werden könnte. Das nutzt er voll aus, wie einst der Sonnenkönig der Franzosen: L’État, c’est moi. Auf Bairisch: Die CSU, das bin ich!

Dabei hatten die Christsozialen in all den Jahren auf ihrem politischen Aschermittwoch getönt: „Wir beugen uns nicht vor dem Zeitgeist, wir beugen uns nur vor dem Kreuz.“ So lange sie die Mehrheit in Bayern hatte, ließ sich’s leicht reden. Nun gehen die Konservativen schneller vor sich selber in die Knie als mancher geträumt hätte.

Denn es geht um die Macht. Nur um die Macht. Seehofer hat das schnell erkannt. Er ist kein Grüner, auch wenn er sich jetzt als Ausstiegs-Pionier gibt. Er will mit aller Macht verhindern, dass auch Bayern 2013 einen Grünen als Ministerpräsidenten bekommen könnte – wie Baden-Württemberg.

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