Designierter US-Botschafter witzelt über Island als US-Staat

Es war angeblich ein Scherz. Aber die Worte des designierten US-Botschafters kommen nicht gut an auf der Nordatlantikinsel – mitten in der angespannten Lage zwischen den USA, Grönland und Dänemark.
dpa |
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Ärger in Island nach Äußerung von designiertem US-Botschafter
Ärger in Island nach Äußerung von designiertem US-Botschafter © Steffen Trumpf/dpa
Reykjavík

In Island gibt es Ärger nach einer angeblich scherzhaften Äußerung des designierten US-Botschafters Billy Long, die Insel im Nordatlantik könne ein US-Bundesstaat werden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten, bat das Außenministerium Islands die dortige US-Botschaft um eine Klarstellung.

Zuvor hatte das Nachrichtenportal "Politico" berichtet, dass der von US-Präsident Donald Trump als Botschafter nominierte ehemalige republikanische Kongressabgeordnete gewitzelt habe, Island könne der 52. US-Bundesstaat werden – und er selbst dessen Gouverneur.

Scherz in angespannter diplomatischer Lage

In Island starteten Bürger daraufhin eine Petition, die die Außenministerin Katrín Gunnarsdóttir dazu auffordert, Long als Botschafter abzulehnen. Er habe die Worte möglicherweise nicht ganz ernst gemeint, "doch sie sind eine Beleidigung für Island und die Isländer, die für ihre Freiheit kämpfen mussten und stets Freunde der Vereinigten Staaten waren", schreiben die Organisatoren. Am Freitagvormittag hatten gut 4.100 Personen die Online-Petition unterschrieben.

Longs angeblicher Witz kommt in einer angespannten diplomatischen Lage zwischen Grönland, Dänemark und den USA nach wiederholten Äußerungen von US-Präsident Trump, Amerika wolle das zum dänischen Königreich gehörenden Grönland kaufen oder notfalls annektieren. 

Später folgt eine Entschuldigung

Wie "Arctic Today" berichtete, entschuldigte sich Long später für seine Äußerung. Er betonte demnach, dass es sich um einen Scherz gehandelt habe. "Wenn sich jemand dadurch beleidigt gefühlt hat, entschuldige ich mich", sagte Long dem Blatt.

Island ist zwar kein Mitglied der EU, jedoch Teil des Europäischen Wirtschaftsraums sowie Gründungsmitglied der Nato. Genau wie Grönland zählte auch Island einst zum Königreich Dänemark, wurde aber 1918 unabhängig und 1944 zur Republik erklärt.

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