Der Obama-Style

In der Mode und im Auftreten setzten die Eltern schon Zeichen, die Töchter Malia und Sasha werden Leben ins Weiße Haus bringen
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Die Obamas, die First Familiy wird das leben im Weißen Haus gründlich ändern
ap Die Obamas, die First Familiy wird das leben im Weißen Haus gründlich ändern

In der Mode und im Auftreten setzten die Eltern schon Zeichen, die Töchter Malia und Sasha werden Leben ins Weiße Haus bringen

Die Welt bestaunt nicht nur einen neuen politischen Superhelden. Barack Obama und seine Familie stehen auch für einen neuen Stil im Weißen Haus. In der Machtzentrale der westlichen Welt, so viel steht fest, wird sich einiges gründlich ändern.

Schon das Aussehen und das Auftreten des Hausherrn wird ein anderes sein. Bevorzugte George Bush noch die frühe Bettruhe (21.30 Uhr war spätestens Licht aus, Ausgehen bedeutete für die Bushs ein Abendessen beim Präsidentenberater), so gilt Obama als Nachteule. Seine langen Gespräche mit Mitarbeitern sind berüchtigt. Die Gastgeberinnen der Hauptstadt-Gesellschaft hoffen, dass der Neue auch mal bei den besten Privatadressen Washingtons vorbeitschaut.

Wenn er das tun sollte, dann vermutlich auch als Präsident im „Powersuit“, dem zweiknöpfigen Geschäftsanzug von „Hart Schaffner Marx“. Der Herrenausstatter, der mit seinem mächtigen Stammkunden schon auf seiner Internet-Seite wirbt, verkauft seine Anzüge ab 540 Euro. Allerdings: Obama trägt das navyblaue Tuch maßgeschneidert, da wird’s teuer.

Von der Stange sind die Jeans, in denen der 47-Jährige auch gut aussieht. Als er kürzlich seine sterbende Grußmutter in Hawaii besuchte, kombinierte er die Denims mit Flip-Flops. Die Stil-Polizei war entzückt. Seine prägenden Jahre auf den Pazifik-Inseln sieht man Barack Obama an, wenn er sich in Badehose oder Bermudas mit Cargo-Taschen am Strand zeigt. Es gibt kaum Fett, das zu verbergen wäre. Im Fitness-verrückten Amerika allemal ein Pluspunkt.

Michelle, die selbstbewusste Frau

„Zusammen bilden sie ein angenehmes Bild von Harmonie und Selbstvertrauen“, schärmt die Stilexpertin von „Town & Country“ über den Siegesauftritt von Barack und Michelle Obama. Das First Couple und seine Kinder haben jede Menge Kredit bei den Modekritikern, allerdings nicht bei allen. „Das Kleid, das sie trug“, sagte Yuli Ziv, Gründer eines einflussreichen Fashion-Blogs, „betont Körperteile, die man nicht hervorheben sollte“. Das Kleid stammt von Narciso Rodriguez, einem Designer aus der zweiten Reihe. Die Kleiderwahl für die Party sagt viel aus über die neue First Lady. Sie ist eine selbstbewusste Frau, eine erfolgreiche Anwältin, und sie kümmert sich nur begrenzt um die öffentliche Meinung. Michelle (42) ist eher eine „aufmerksame“ Mutter, wie eine Freundin sagt. Was das heißt: Ihr Ehrgeiz erstreckt sich durchaus auch auf die Töchter, deren Beinarbeit beim Fußball sie lautstark kritisiert.

Washington muss sie noch kennenlernen, bisher lebte Michelle in Chicago. Die gemeinsamen Pizzaessen mit immer den beiden selben Freundinnen Samstagabend muss sie sich wohl abgewöhnen. Es sei denn, sie lädt die Freundinnen ins Weiße Haus ein.

Sasha, Malia und der neue unbekannte Hund

Die Machtzentrale der USA wird zur Familienhütte: Malia (zehn) und Sasha (sieben) werden dort einziehen – und seit den Kennedy-Kindern Anfang der sechziger Jahre die jüngsten Bewohner sein. Die Ältere ist Harry-Potter-Fan, sie hat alle Bücher gelesen, die Jüngere ist durchaus tatkräftig. Bei Parteiveranstaltungen schnappte sie sich schon mal den Hammer des Sitzungsleiters und schlug kräftig auf den Tisch: „Es wird wohl Übernachtungsparties im Weißen Haus geben“, sagt eine Freundin der Familie. Die Obamas haben immer Wert darauf gelegt, dass die Kinder in der Nähe ihrer Freundinnen bleiben können.

Einen neuen Spielkameraden sollen sie auch bekommen. Denn das Wahlverprechen, das Barack Obama seinen Töchtern gab, darf er keinesfalls brechen: Es kommt wieder ein Hund ins Weiße Haus. Welche Rasse, ist unklar, auch da lauern politische Fallstricke. Ein Rassehund gilt als snobistisch, Obama selbst hat schon mal gesagt, er wolle einen Hund „retten“ – ganz der alte Sozialarbeiter aus Chicago.

Wichtiger für die Eltern ist jetzt eine Schule für die Kinder. Vermutlich wird es eine private sein. Michelle hat schon gesagt, die Kinder dürften mitreden. Aber das letzte Wort wird mit Sicherheit die Mutter haben.

Matthias Maus

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren