Der Bruder des mutmaßlichen Opfers spricht

  Aus Angst, IWF-Chef Diminique Strauss-Kahn könnte sich etwas antun, wird er ständig bewacht. Derweil spricht der Bruder des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers.  
| dpa
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Aus Angst, IWF-Chef Diminique Strauss-Kahn könnte sich etwas antun, wird er ständig bewacht. Derweil spricht der Bruder des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers.

New York/Paris – Der Bruder des mutmaßlichen Sexopfers von Dominique Strauss-Kahn hält es für ausgeschlossen, dass seine Schwester dem IWF-Chef eine Falle stellen wollte. „Sie kannte ihn nicht. (...) Mein Schwester ist unfähig, sich eine solche Geschichte auszudenken. Sie ist praktizierende Muslimin und trägt Kopftuch“, sagte Blake Diallo (42) in einem Interview der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ (Mittwoch).

Seine Schwester habe keine Ahnung von Politik, sie wisse nicht einmal, wer Bürgermeister von New York sei. „Sie ist eine ehrenwerte und anständige Frau, die hart arbeitet, um ihre Tochter großzuziehen“, betonte Diallo. „Wenn sie nach Hause kommt, schaut sie afrikanische TV-Serien.“ Nach Angaben von Diallo hält sich seine 32 Jahre alte Schwester „Nafi“ Nafissatou derzeit unter Polizeischutz an einem geheimen Ort auf. „Sie weint viel“, sagte ihre Bruder. „Nafi“ stehe noch immer unter Schock.

Laut „Parisien“ ist Nafissatou unverheiratet, hat aber eine neunjährige Tochter, die Dana heißt. US-Medien hatten zuletzt berichtet, die Tochter der wohl aus Guinea stammenden Frau sei im Teenageralter. Nafissatou wirft Strauss-Kahn einen Vergewaltigungsversuch in einem New Yorker Hotel vor. Sie arbeitete dort als Zimmermädchen. Der 62-jährige Franzose, der in seiner Heimat als Nachfolger von Präsident Nicolas Sarkozy gehandelt wurde, sitzt seitdem in Haft. Nafissatous Bruder Blake Diallo betreibt nach Angaben der Pariser Zeitung ein Restaurant mit afrikanischer Küche im New Yorker Stadtteil Harlem. Er lebte 16 Jahre in Frankreich, bevor er in die USA kam.


Der wegen Verdachts der versuchten Vergewaltigung inhaftierte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn steht rund um die Uhr unter besonderer Beobachtung. Um einen Selbstmord zu verhindern, schauen Wachleute alle 15 bis 30 Minuten in seine Zelle im New Yorker Gefängnis Rikers Island, wie die britische
BBC am Mittwoch berichtete.

Der 62-jährige Franzose, der in seiner Heimat als Nachfolger von Präsident Nicolas Sarkozy gehandelt wurde, soll am Samstag in einem New Yorker Hotel über eine 32 Jahre alte Angestellte hergefallen sein. Ihm werden sechs Straftaten zur Last gelegt, für die er mehr als 70 Jahre Haft bekommen kann.

Neben sexueller Belästigung ersten Grades gehören versuchte Vergewaltigung, sexueller Missbrauch und Nötigung dazu. Eine Richterin hatte am Montag eine Freilassung Strauss-Kahns auf Kaution abgelehnt, worauf der Präsident des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Rikers Island im East River gebracht wurde. Er sitzt dort in einer Einzelzelle und hat keinen Kontakt zu Mithäftlingen.

 

 

 

 

 

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