Demokrat: Justizministerium vertuscht zum Schutz von Trump

Mit der Veröffentlichung von Epstein-Akten gerieten viele bekannte Personen in den Fokus, um den US-Präsidenten blieb es zunächst eher ruhig. Medienberichte und Druck der Opposition ändern das nun.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, erhebt schwere Vorwürfe gegen das US-Justizministerium.
Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, erhebt schwere Vorwürfe gegen das US-Justizministerium. © J. Scott Applewhite/AP/dpa
Washington

Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, wirft dem US-Justizministerium im Umgang mit dem Epstein-Skandal eine "massive Vertuschung" unter anderem zum Schutz von Präsident Donald Trump vor. Er beschuldigte das Ministerium bei einer Pressekonferenz im Kapitol, gegen das Gesetz zur Veröffentlichung der Ermittlungsakten zum Fall des 2019 gestorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein verstoßen zu haben. 

"Das Gesetz verpflichtet das Justizministerium, alle Akten freizugeben, nicht nur einige davon, nicht nur diejenigen, die sie sich herauspicken und auswählen und freigeben wollen", sagte er laut Mitteilung. "Lassen Sie mich ganz offen sein. Im Justizministerium findet eine massive Vertuschung statt, um Donald Trump und Personen, die mit Jeffrey Epstein in Verbindung standen, zu schützen." Man wisse, dass die US-Regierung einige Dokumente unrechtmäßig zurückhalte. 

Er verwies dabei auf Medienberichte über mutmaßlich fehlende FBI-Vernehmungsprotokolle in den Unterlagen zu den Ermittlungen gegen Epstein. In den öffentlich zugänglichen Unterlagen findet sich etwa der Vorwurf, ein Mädchen sei zu sexuellen Handlungen mit Trump gezwungen worden. Dem US-Sender NPR zufolge soll das Justizministerium in diesem Zusammenhang jedoch weitere relevante Dokumente zurückgehalten oder zeitweise aus der öffentlichen Datenbank entfernt haben. 

Das Ministerium bestreitet das und erklärte, es seien lediglich doppelte, privilegierte oder laufende Ermittlungen betreffende Dokumente nicht veröffentlicht worden. Sollten Unterlagen irrtümlich falsch gekennzeichnet worden sein, würden sie nach Prüfung veröffentlicht. Trump bestritt stets jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.