Kommentar

Das BND-Fiasko

Der AZ-Korrespondent über das Geheimdienst-Versagen.
| Christian Grimm
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Wenn es um das Versagen des Bundesnachrichtendienstes in Afghanistan geht, hat es Grünen-Urgestein Jürgen Trittin auf den Punkt gebracht. "Die Einzigen, die natürlich nichts gewusst haben, wie üblich, war der Bundesnachrichtendienst." Es ist erschreckend, dass der deutsche Auslandsgeheimdienst kein realistisches Lagebild über die Stärke der Taliban liefern konnte. Bei einem Etat von einer Milliarde Euro drängt sich die Frage auf, warum der Dienst so schlecht geführt wird.

Denn über ein Informantennetz unter den Gotteskriegern verfügten die Bundesagenten nicht. Sie verließen sich auf die Amerikaner, die trotz ihres enormen Spitzelapparates auch Fehleinschätzungen produzierten. Das unrühmliche Ende eines Einsatzes, für den das Wort Fiasko wie erfunden scheint, hat die totale Abhängigkeit Deutschlands vom großen Bruder USA offenbart.

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