Corona-Tests: Fernreisende sollen selbst zahlen

Die Politik-Chefin Natalie Kettinger über die Bezahlung der Corona-Tests.
| Natalie Kettinger
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AZ-Politikchefin Natalie Kettinger kommentiert den Corona-Notfallplan.
Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/AZ-Montage AZ-Politikchefin Natalie Kettinger kommentiert den Corona-Notfallplan.

Einspruch, Herr Spahn! Es ist keineswegs populistisch, zu fordern, Rückkehrer aus Risikogebieten müssten ihren Corona-Test selbst bezahlen. Denn es ist niemand gezwungen, in Zeiten wie diesen Ferien in einem Land zu machen, aus dem er womöglich eine tödliche Gefahr für sich und seine Mitmenschen mitbringt.

Bayern ist schön, Deutschland ist schön, Europa ist schön – alles wunderbare Urlaubsregionen. Warum müssen es dann heuer schon wieder die Malediven, Mauritius oder Mexiko sein? Zumal es gar nicht so lange her ist, dass die gesamte Republik über Klimaschutz und Langstreckenflüge diskutiert hat.

Wer genug Geld für eine Fernreise aufbringen kann, den dürften die Kosten für einen PCR-Abstrich nicht in den Ruin treiben. Menschen mit geringem Einkommen hingegen können sich bereits das Ticket ins Risikogebiet nicht leisten. Zur Kasse gebeten werden sie jetzt allerdings trotzdem – die Krankenschwester, die Alleinerziehende und der Kurzarbeiter. Nämlich als Beitragszahler, wenn die Krankenkasse für die Tests der reiselustigen Besserverdiener aufkommt.

Mit Verlaub, Herr Spahn, da stellt sich schon die Frage: Soll das wirklich sozial gerecht sein?

Lesen Sie hier: Gewerkschaft - Mehr Rechte für Zugbegleiter bei Maskenpflicht

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