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Corona-Regeln: Länder müssen liefern

Brüssel-Korrespondent Detlef Drewes über den Wunsch nach Einigkeit.
| Detlef Drewes
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München - Der Traum könnte wahr werden. Technisch ist die Rückkehr zur Reisefreiheit im Juni offenbar kein Problem mehr. Zumindest vermittelt die EU-Kommission genau diesen Eindruck. Doch die technologische Infrastruktur dürfte beim sogenannten Impfpass, der keiner ist, noch die geringste Herausforderung sein.

Die EU-Regierungen müssen sich auf Kriterien einigen, die sie gegenseitig akzeptieren. Wie das angesichts der aktuell völlig unterschiedlichen Pandemie-Lage funktionieren soll, ist nicht zu erkennen. Die deutsche Notbremse sieht bei einer Inzidenz von über 100 nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor. Unsere Nachbarländer Belgien und Niederlande öffnen bei Inzidenzen um 300 wieder Cafés, Restaurants, Geschäfte - in den Niederlanden geschah dies gestern, in Belgien nächste Woche. Wie also würde ein Geimpfter aus einem dieser Länder bei der Einreise nach Deutschland behandelt?

Damit die freie Reise mit dem Impf-Code wirklich funktionieren soll, müssten die EU-Länder politisch leisten, was sie in der gesamten Pandemie bisher nur selten geschafft haben: Sie müssten sich einigen.

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