Macron fordert "Handels-Bazooka" gegen Trumps Zollpläne

Frankreichs Präsident Macron fordert in Davos den Einsatz der "EU-Handels-Bazooka" gegen US-Zölle im Grönland-Konflikt. Was steckt hinter seinem Vorwurf des "neuen Kolonialismus"?
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Macron fordert, dass Europa gegenüber den USA im Grönland-Streit klare Kante zeigt.
Macron fordert, dass Europa gegenüber den USA im Grönland-Streit klare Kante zeigt. © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa
Davos

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den USA im Grönland-Konflikt "neuen Kolonialismus" und eine versuchte Schwächung Europas vorgeworfen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sprach Macron von einer "Konkurrenz aus den Vereinigten Staaten durch Handelsabkommen, die unsere Exportinteressen untergraben, maximale Zugeständnisse verlangen und offen darauf abzielen, Europa zu schwächen und zu unterwerfen, verbunden mit einer endlosen Anhäufung neuer Zölle, die grundsätzlich inakzeptabel sind, umso mehr, wenn sie als Druckmittel gegen die territoriale Souveränität eingesetzt werden".

"Ich denke, dass es keinen Sinn macht, einen neuen kolonialistischen Ansatz zu akzeptieren", sagte Macron. "Angesichts der Brutalisierung der Welt müssen Frankreich und Europa einen wirksamen Multilateralismus verteidigen, weil er unseren Interessen und denen aller dient, die sich der Herrschaft der Gewalt nicht unterwerfen wollen."

Mit Blick auf die Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt pochte Macron darauf, das EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung - die sogenannte Handels-Bazooka - als "mächtiges Instrument" zu nutzen. "Europa verfügt heute über sehr wirksame Instrumente, und wir müssen sie einsetzen, wenn wir nicht respektiert werden und wenn übrigens das gesamte Spiel nicht respektiert wird." Dabei bezeichnete Macron es als "verrückt", das die EU das Instrument gegen wirtschaftliche Nötigung erstmals gegen die USA einsetzen könnte.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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