Brüssel erteilt Athens Reformplänen eine Abfuhr

Der Grexit wäre laut Griechenlands Regierungschef der Super-Gau für die Euro-Zone. Dennoch hat Griechenland erneut "unseriöse" Reformpläne vorgelegt - zumindest aus Sicht der EU.
| az/dpa
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Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat weiter allen Grund zu grübeln. Die neueste Reformliste zur Rettung Griechenlands ist in Brüssel abgeblitzt.
dpa Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat weiter allen Grund zu grübeln. Die neueste Reformliste zur Rettung Griechenlands ist in Brüssel abgeblitzt.

Brüssel – Und wieder ist ein Reformvorschlag der Griechen vor den internationalen Geldgebern gescheitert. Die neuesten Reformpläne blieben hinter den bisher getroffenen Abmachungen zurück, heißt es am Dienstag aus Brüssel. "Was sie übermittelt haben, genügt nicht, um den Prozess voranzubringen", zitiert "Zeit Online" einen EU-Vertreter.

Das ewige Hin und Her, das ewige Feilschen, Vorschläge unterbreiten und abermals abgelehnt werden scheint wie eine Zermürbungstaktik der griechischen Regierung. Auf der anderen Seite malt Premierminister Alexis Tsipras düstere Horroszenarien für die EU im Falle des Grexit. Sollte Griechenland die Eurozone verlassen müssen, könnten Spanien oder Italien dieses Schicksal teilen. In der Folge könnte dies zum Zusammenbruch der Währungsunion führen, sagte Tsipras am Dienstag in einem Interview der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

Lesen Sie hier: Varoufakis:

"Es wäre der Anfang vom Ende der Eurozone", sagte Tsipras vor dem für Mittwoch anberaumten Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande in Brüssel. Dabei wollen die drei erneut versuchen, einen Kompromiss im Streit um die Forderungen der Gläubiger an Griechenland zu finden. "Wenn Griechenland pleitegeht, werden die Märkte umgehend nach dem nächsten (Opfer) Ausschau halten. Wenn die Verhandlungen scheitern, werden die Kosten für die europäischen Steuerzahler enorm", warnte der griechische Regierungschef.

Griechenland ist akut von einer Staatspleite bedroht. Das Hilfsprogramm für das Euroland läuft Ende Juni aus. Bis dahin muss ein Kompromiss über das von den Geldgebern aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) geforderte Reformpaket gefunden werden. Sonst können Hilfen von 7,2 Milliarden Euro nicht ausgezahlt werden.

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