Kommentar

Booster-Empfehlung der Stiko: Fatale Zögerlichkeit

AZ-Korrespondent Torsten Henke über die Rolle der Stiko bei der Booster-Empfehlung.
| Torsten Henke
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Spätestens am Ende der Pandemie muss Bilanz gezogen werden: Was hat geklappt (vieles), und was hat nicht geklappt (zu vieles)?

Dann wird auch über die Ständige Impfkommission und ihre Rolle in der Corona-Krise zu reden sein. Ein Gremium ehrenamtlicher Experten, das ohne Frage seine Arbeit gründlich macht. Zu gründlich mitunter. Denn bei ihren Empfehlungen zur Impfung hinkt es oft Wochen hinter denen vergleichbarer Institutionen in anderen Ländern her. Was auch für die Booster-Impfungen für alle über 18 Jahren gilt.

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Für die allermeisten Experten steht seit längerem fest: Nur mit dem dritten Piks kann die vierte Welle gebrochen werden. Während sich etwa in Österreich alle Erwachsenen mit zwei Impfdosen nach sechs Monaten den Booster holen können, kündigte der Chef der Stiko, Thomas Mertens, die überfällige Entscheidung jetzt erst bei TV-Talker Markus Lanz an. Das ist nicht professionell, und das kommt zu spät.

Eine fatale Zögerlichkeit, die dazu beitragen kann, dass womöglich Ärzte in den Kliniken demnächst sehr schwerwiegende Entscheidungen über Leben und Tod zu treffen haben. Das ist ganz bitter.

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