Bettina Wulff spricht für Unicef

Kita-Besuch als frühe Demokratieschule – Präsidentengattin warnt vor Stigmatisierung Alleinerziehender.
| dapd
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UNICEF-Schirmherrin Bettina Wulff hat für den Kita-Besuch als frühe Schule demokratischer Spielregeln geworben.
dpa 3 UNICEF-Schirmherrin Bettina Wulff hat für den Kita-Besuch als frühe Schule demokratischer Spielregeln geworben.
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dpa 3 UNICEF-Schirmherrin Bettina Wulff hat für den Kita-Besuch als frühe Schule demokratischer Spielregeln geworben.
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dpa 3 UNICEF-Schirmherrin Bettina Wulff hat für den Kita-Besuch als frühe Schule demokratischer Spielregeln geworben.

Kita-Besuch als frühe Demokratieschule – Präsidentengattin warnt vor Stigmatisierung Alleinerziehender.

Berlin - UNICEF-Schirmherrin Bettina Wulff hat für den Kita-Besuch als frühe Schule demokratischer Spielregeln geworben. In der Kita lernten Kinder, dass es Regeln gebe, die zu befolgen seien, sagte die Präsidentengattin am Dienstag in Berlin. Kinder könnten bereits in der Kita Demokratie erleben. Sie könnten über Ausflüge debattieren und abstimmen. Kinder lernten so, ihre Meinungen in Worte zu fassen, andere Ansichten wahrzunehmen, aber auch, beschlossene Entscheidungen zu akzeptieren. „So gestärkt können sie in die Schule starten“, sagte Wulff.

Die UNICEF-Schirmherrin hatte rund 100 Experten aus Wissenschaft, Politik sowie aus der Praxis von Kinder- und Jugendhilfe ins Schloss Bellevue zum Gespräch unter dem Motto „Was Kinder stark macht“ geladen. „Wenn Kinder fühlen, dass sie wertgeschätzt werden, lernen sie gleichzeitig auch, andere wertzuschätzen“, sagte Wulff. Eine zentrale Rolle spielten hier die Eltern, wichtig sei aber auch das soziale Umfeld, beispielsweise der Kindergarten.

Deutschland „kinderentwöhnt“

Wulff rief dazu auf, Deutschland kindgerechter zu gestalten. Kinder würden meist als Störfaktor gesehen und nicht „als unglaublicher Gewinn, der sie eigentlich sind“, sagte die Ehefrau des Bundespräsidenten. Die These, Deutschland sei ein kinderfeindliches Land, teilte die Präsidentengattin nicht. Deutschland sei vielmehr „kinderentwöhnt“.

Wulff richtete ihren Appell auch an Unternehmer. Die Schirmherrin des UN-Kinderhilfswerks in Deutschland fragte, welcher Chef sage denn spontan, wenn eine junge Frau ihm mitteile, dass sie schwanger sei: „Toll, ich freue mich für Sie. Das kriegen wir gemeinsam hin. Wann wollen Sie denn wieder in den Job einsteigen?“ Im Gesicht stünden dann eher unausgesprochene Fragen wie „Muss das sein? Und wer macht dann die Arbeit hier?“

Gut im Job und gut als Mutter – Für Privates kaum Platz

Wulff warb zugleich um Verständnis für die Sorgen Alleinerziehender. Ihre größte Unsicherheit als einst Alleinlebende mit Sohn sei gewesen, dass sich alles auf sie als Mutter projiziere. Man solle besonders gut sein im Job und auch als Mutter. Daneben habe man noch ein eigenes Leben, das dann meist zu kurz komme. Es werde „genau beäugt“, wie man den täglichen Balanceakte schaffe. Sie wünsche sich ein gelasseneres Verhältnis zu dem Lebensmodell, das sich manche bewusst aussuchen, viele aber nicht. Bettina Wulff hatte aus einer früheren Beziehung ihren 2003 geborenen Sohn Leander in die Ehe mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten und heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff gebracht. Beide haben zusammen den gemeinsamen Sohn Linus.

 

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