Bericht: Sicherheitskraft bei Protesten im Iran getötet

Bei der neuen Protestwelle im Iran ist ein Mitglied einer paramilitärischen Einheit ums Leben gekommen. In anderen Landesteilen sollen Sicherheitskräfte mit scharfer Munition geschossen haben.
dpa |
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Bei den Protesten im Iran kommt es zunehmend zu Gewalt. (Archivbild)
Bei den Protesten im Iran kommt es zunehmend zu Gewalt. (Archivbild) © -/Fars News Agency/AP/dpa
Teheran

Bei den Protesten im Iran haben Staatsmedien den Tod einer paramilitärischen Sicherheitskraft gemeldet. Ein Mitglied der Basidsch-Einheiten sei bei Zusammenstößen mit Demonstranten in der westlichen Provinz Lorestan ums Leben gekommen, meldete der staatliche Rundfunk. Weitere Männer seien verwundet worden, hieß es ohne konkrete Zahlen oder Angaben. In einer Mitteilung war die Rede von einer "plötzlichen und gewaltsamen Tat opportunistischer, dem Feind angeschlossener Elemente".

Bei den Demonstrationen kommt es zunehmend zu Gewalt. In der Hauptstadt Teheran gibt es laut Augenzeugenberichten in mehreren Vierteln massive Präsenz von Staatskräften. Mit Tränengas und Wasserwerfern gehen sie selbst gegen kleinste Versammlungen vor. Ähnliche Szenen sollen sich auch in anderen Städten abspielen. In der südlichen Provinz Fars sollen Sicherheitskräfte laut der Menschenrechtsorganisation Hengaw mit scharfer Munition auf Protestteilnehmer geschossen haben.

Wie die Regierung auf die Proteste reagiert

Die zunächst gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung gerichteten Demonstrationen entwickelten sich wie bei den Protestwellen in den vergangenen Jahren rasch zu politischen Aufständen mit scharfen Parolen gegen das islamische Herrschaftssystem. Präsident Massud Peseschkian rief die Demonstranten dazu auf, ihre Proteste zu beenden. Er versprach erneut wirtschaftliche Reformen und kündigte deren baldige Umsetzung an. Wie sich die Proteste weiter entwickeln, ist noch völlig unklar.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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