Bericht: Nordkorea misslingt erneut Raketentest

Nordkorea hat trotz Verboten durch die Vereinten Nationen erneut eine Rakete gestartet. Die Rakete soll allerdings kurz nach dem Start in der Luft explodiert sein. Wie werden die USA in dem sich zuspitzenden Konflikt mit Pjöngjang reagieren?  
| dpa
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Ein Mann schaut sich in Seoul/Südkorea eine Berichterstattung über den misslungenen Raketentest in Nordkorea an. Nordkorea ist nach südkoreanischen Angaben erneut ein Raketentest misslungen.
dpa Ein Mann schaut sich in Seoul/Südkorea eine Berichterstattung über den misslungenen Raketentest in Nordkorea an. Nordkorea ist nach südkoreanischen Angaben erneut ein Raketentest misslungen.

Nordkorea hat trotz Verboten durch die Vereinten Nationen erneut eine Rakete gestartet. Die Rakete soll allerdings kurz nach dem Start in der Luft explodiert sein. Wie werden die USA in dem sich zuspitzenden Konflikt mit Pjöngjang reagieren?

Seoul - Nordkorea ist nach südkoreanischen Angaben erneut ein Raketentest misslungen. Die Rakete sei offensichtlich Sekunden nach dem Start in der westlichen Provinz Süd-Pyongan in der Luft explodiert, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag unter Berufung auf die Streitkräfte.

Um welchen Raketentyp es sich handelte, war zunächst unklar. Im Streit um das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas hatten die USA zuvor gewarnt, das Land noch stärker wirtschaftlich und diplomatisch isolieren zu wollen. Die Spannungen in der Region sind nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt.

Dabei waren nach Angaben Südkoreas zahlreiche Raketentests des Nachbarlandes auch fehlgeschlagen, unter anderem ein Versuch Mitte dieses Monats. UN-Resolutionen verbieten der kommunistischen Führung in Pjöngjang, ballistische Raketen zu testen.

"Katastrophale Konsequenzen"

US-Präsident Donald Trump betonte am Freitag, es gebe in dem Konflikt mit Pjöngjang die Gefahr eines "großen, großen Konflikts mit Nordkorea". Trump hatte zuvor mehrfach mit Alleingängen gegen Nordkorea gedroht. US-Außenminister Rex Tillerson warnte bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York: "Ein Versagen, bei dieser dringendsten globalen Sicherheitsangelegenheit jetzt zu handeln, könnte katastrophale Konsequenzen haben".

Dagegen warnte der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow vor einer Verschlechterung der humanitären Lage durch Strafmaßnahmen. Die USA befürchten, dass Nordkorea bei seinem Atom- und Raketenprogramm größere Fortschritte gemacht hat als bislang angenommen und nordkoreanische Atomraketen eines Tages amerikanisches Festland erreichen könnten.

Pjöngjang unterstellt den USA regelmäßig, durch die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder aber bestreiten. Tillerson forderte eine neue Strategie, um Nordkorea dazu zu bringen, sein Nuklearprogramm aufzugeben.

Alle UN-Mitgliedsstaaten müssten "ab sofort" bereits bestehende Sanktionen gegen Nordkorea besser umsetzen, das Land darüber hinaus weiter "finanziell isolieren" und alle diplomatischen Beziehungen "aussetzen oder herunterstufen". Wer sich nicht daran halte, dem drohten die USA ebenfalls mit Sanktionen. Tillerson betonte, dass er eine diplomatische Lösung vorziehe, aber "alle Optionen" auf dem Tisch bleiben müssten.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte das Verhalten Nordkoreas zuvor "auf das Schärfste" verurteilt. Er sei sehr besorgt über das Risiko einer militärischen Eskalation des Streits - "auch durch Fehlkalkulation oder Missverständnis".

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