Belgischer Atomreaktor geht nach einem Jahr wieder ans Netz

Der wegen Reparaturarbeiten abgeschaltete belgische Atommeiler Tihange 2 geht entgegen mehrfacher Ankündigungen erst am Montagabend wieder ans Netz. Der ursprünglich für Sonntagabend geplante Neustart wurde nach Angaben des Betreibers Engie auf Montag um 23.00 Uhr MEZ verschoben.
| dpa
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Das Atomkraftwerk in Tihange.
Oliver Berg/dpa Das Atomkraftwerk in Tihange.

Brüssel - Der wegen Reparaturarbeiten abgeschaltete belgische Atommeiler Tihange 2 geht entgegen mehrfacher Ankündigungen erst am Montagabend wieder ans Netz. Der ursprünglich für Sonntagabend geplante Neustart wurde nach Angaben des Betreibers Engie auf Montag um 23.00 Uhr MEZ verschoben.

Die belgische Atomaufsicht Fanc hatte für den Start bereits vor mehr als einer Woche grünes Licht gegeben. Eigentlich sollte der Meiler nahe der deutschen Grenze erst am 30. Juni wieder hochfahren. Der Reaktor war im August 2018 für Wartungsarbeiten heruntergefahren worden. Dabei wurde maroder Beton entdeckt.

Die belgischen Atomkraftwerke sind seit Jahren umstritten. Maroder Beton und Haarrisse in den Druckbehältern sorgen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. Regelmäßig werden diese für Instandsetzungen abgeschaltet. Vor allem in Deutschland herrscht große Sorge über den Zustand der über 35 Jahre alten Reaktoren in Tihange, das nur 70 Kilometer von Aachen entfernt liegt.

Belgien hat sieben Atomreaktoren an zwei Standorten, Doel im Norden des Landes und Tihange im Osten nahe der deutschen Grenze. Ein großer Teil des Stroms in Belgien wird dort produziert. Im März hatte der belgische Außenminister Didier Reynders bekräftigt, dass Belgien bis 2025 aus der Atomkraft aussteigen will.

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