Beide Koreas überprüfen Abrüstung von Grenzkontrollposten

Das politische Tauwetter auf der koreanischen Halbinsel hält an: Zum ersten Mal seit 1945 schicken Süd- und Nordkorea Soldaten über die stark befestigte Grenze - in absolut friedlicher Absicht.
| dpa
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Süd- und nordkoreanische Soldaten an der Demarkationslinie.
Ahn Young-Joon/Pool AP/dpa 8 Süd- und nordkoreanische Soldaten an der Demarkationslinie.
Geteiltes Land: Nordkoreanische Soldaten an der Demarkationslinie bei Panmunjom.
Jeon Heon-Kyun/EPA/dpa 8 Geteiltes Land: Nordkoreanische Soldaten an der Demarkationslinie bei Panmunjom.
Annäherung: Soldaten der südkoreanischen Armee öffnen ein Tor zur entmilitarisierten Zone am zentralen Teil der innerkoreanischen Grenze.
Ahn Young-Joon/AP/dpa 8 Annäherung: Soldaten der südkoreanischen Armee öffnen ein Tor zur entmilitarisierten Zone am zentralen Teil der innerkoreanischen Grenze.
Tauwetter zwischen Nord- und Südkorea: Machthaber Kim Jong Un (l.) und der südkoreanische Präsident Moon Jae In vor acht Monaten bei ihrem historischen Treffen an der Grenze.
Korea Summit Press Pool/dpa 8 Tauwetter zwischen Nord- und Südkorea: Machthaber Kim Jong Un (l.) und der südkoreanische Präsident Moon Jae In vor acht Monaten bei ihrem historischen Treffen an der Grenze.
Austausch: Ein Zug mit südkoreanischen Beamten ist auf dem Weg nach Nordkorea. Dort soll über eine künftige Bahnverbindung gesprochen werden.
Kim Hong-Ji/Pool Reuters/dpa 8 Austausch: Ein Zug mit südkoreanischen Beamten ist auf dem Weg nach Nordkorea. Dort soll über eine künftige Bahnverbindung gesprochen werden.
Jahrestag des Waffenstillstands: Nordkoreanische Soldaten an der Demarkationslinie in Panmunjom.
Song Kyeong-Seok/Pool/Yonhap News Agency/dpa 8 Jahrestag des Waffenstillstands: Nordkoreanische Soldaten an der Demarkationslinie in Panmunjom.
Das von "Airbus Defense & Space" und der Internetseite "38 North" am 12.04.2017 veröffentlichte Satellitenfoto zeigt das Atomwaffen-Testgelände in Punggye-ri im gebirgigen Nordosten von Nordkorea.
Pleiades CNES/Airbus DS/38 North/Spot Image/dpa 8 Das von "Airbus Defense & Space" und der Internetseite "38 North" am 12.04.2017 veröffentlichte Satellitenfoto zeigt das Atomwaffen-Testgelände in Punggye-ri im gebirgigen Nordosten von Nordkorea.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei der Beobachtung eines Militärmanövers.
Rodong Sinmun/dpa 8 Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei der Beobachtung eines Militärmanövers.

Seoul - Süd- und Nordkorea überprüfen als Teil ihrer Abmachungen zum Stopp militärischer Feindseligkeiten gegenseitig die Abrüstung von Grenzkontrollposten. Dazu schickten beide Länder erstmals seit der Teilung 1945 mehrere Inspektionsteams mit Soldaten auf die andere Seite der stark befestigten Grenze.

Diese gegenseitige Ortsbesichtigung sei ein "Meilenstein für den Abbau militärischer Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und die Schaffung von Vertrauen", teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium in Seoul mit.

Das Ministerium zeigte nach dem Ende der Inspektionen in Nordkorea Bilder davon, wie Soldaten am Ort der zerstörten Posten Aufnahmen mit Kameras machten. In den vergangenen Wochen hatten beide Länder im Grenzgebiet jeweils elf Posten von Truppen und Waffen geräumt. Die Gebäudeteile an 20 dieser Kontrollpunkte auf beiden Seiten wurden komplett abgerissen. Beide Länder beschlossen, jeweils einen Posten als Erinnerungsorte stehen zu lassen.

Im Dezember sollte dann geprüft werden, ob man sich an die Abmachungen gehalten habe. Die Aufgabe der ersten Grenzposten ist als Test gedacht. Die Erfahrungen damit sollen die Grundlage dafür sein, sämtliche bewaffnete Posten innerhalb der demilitarisierten Zone (DMZ) abzubauen, die die Halbinsel seit dem Korea-Krieg (1950-53) auf vier Kilometern Breite und etwa 250 Kilometern Länge trennt.

Die Schritte sind Teil eines Militärabkommens, das die Verteidigungsminister beider Länder im Rahmen des innerkoreanischen Gipfeltreffens im September in Pjöngjang unterzeichnet hatten.

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