Kommentar

Aufhebung der Impfpriorisierung: Frust ist programmiert

Der Berlin-Korrespondent Torsten Henke über das Ende der Priorisierung.
| Torsten Henke
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So verständlich es ist, dass die Politik im Wahljahr für positive Nachrichten sorgen will - es wäre besser gewesen, die Priorisierung schleichend aufzuheben und nicht mit einem großen Knall.

Vakzine bleiben vorerst knapp

Denn nun ist massenhafte Enttäuschung programmiert: Noch mehr Bürger werden mit Nachdruck versuchen, endlich dranzukommen. Das wird zu Frust führen - und zu noch größerem Impfneid. Denn die Vakzine bleiben vorerst ein knappes Gut.

Astrazeneca-Impfung ist bei vielen unbeliebt

Die Nachfrage nach Biontech-Serum ist besonders groß, während das Astrazeneca-Vakzin oft verschmäht wird. Dabei spielt nicht unbedingt die Sorge vor Nebenwirkungen eine Rolle, sondern die Tatsache, dass es, wenn die Empfehlung der Impfkommission beachtet wird, 14 Wochen bis zum offiziell vollständigen Impfschutz dauert.

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Wer also in diesen Tagen mit Astrazeneca geimpft wird, muss bis Ende August warten, bis er seine Freiheiten zurückerhält. Das schreckt ab. Dabei ist der Impfschutz gerade bei diesem Serum schon nach der ersten Spritze groß. Es wäre vernünftig, dem Beispiel Österreichs zu folgen, wo schon als vollständig geimpft gilt, wer den ersten Astrazeneca-Piks erhalten hat.

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