Auf der Renten-Titanic

AZ-Korrespondent Claus Schöner über die Rentenpolitik.
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Claus Schöner ist der Meinung: Die Politik muss ihr System ändern.
Christian Charisius/dpa Claus Schöner ist der Meinung: Die Politik muss ihr System ändern.

Die Rentner erhalten 2018 rund drei Prozent mehr, die Arbeitnehmer profitieren von einer Mini-Beitragssenkung – da scheint alles in bester Ordnung zu sein. Ein Trugschluss. Wer sich die Prognosen anschaut, dem müssen die Beschwichtigungen etwa von der Kanzlerin vorkommen wie der Tanz auf der Titanic: Jeder weiß, dass sich die Lage verschlechtern wird. 2030 wird der Beitragssatz wohl auf 21,6 Prozent steigen.

Statt eine Reserve aufzubauen, um die Folgen der demografischen Entwicklung abmildern zu können, haben die Großkoalitionäre in der vergangenen Legislaturperiode Geschenke verteilt, die die jüngeren Generationen teuer zu stehen kommen. Die Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren und die ausgeweitete Mütterrente erhöhen den Druck. Viel ist die Rede von Generationengerechtigkeit, in Wahrheit ist eine erhebliche Schieflage entstanden. Die Politik muss an dem System etwas ändern, in dem sich beispielsweise weite Teile der Bevölkerung der Solidarität entziehen können.

Lesen Sie auch: Rente - Und wie geht’s nach 2018 weiter?

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