Athen befürchtet neuen Flüchtlingsstrom aus Syrien

Nach Beginn der türkischen Militäroffensive in Syrien befürchtet die Regierung in Athen einen neuen Flüchtlingszustrom in den kommenden Wochen.
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Zerbrochene Boote und von Flüchtlingen zurückgelassene Rettungswesten auf der griechischen Insel Lesbos.
Angelos Tzortzinis/dpa/dpa Zerbrochene Boote und von Flüchtlingen zurückgelassene Rettungswesten auf der griechischen Insel Lesbos.

Athen - Nach Beginn der türkischen Militäroffensive in Syrien befürchtet die Regierung in Athen einen neuen Flüchtlingszustrom in den kommenden Wochen.

"Der Angriff in Syrien könnte (in den nächsten Wochen) einen neuen Flüchtlingsstrom auslösen", sagte der für Migration zuständige stellvertretende Minister für Bürgerschutz, Giorgos Koumoutsakos, am Freitag im Parlament.

In der Ägäis haben unterdessen 241 Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln oder zum griechischen Festland übergesetzt. Vor der Hafenstadt Alexandroupolis griff die griechische Küstenwache in der Nacht zum Samstag 45 Migranten auf. Sie waren von der nur wenige Kilometer entfernten türkischen Küste in See gestochen, wie die Küstenwache mitteilte.

Vor den Inseln Lesbos, Limnos und Chios hatten die griechische Küstenwache und Beamte der europäischen Grenzschutzagentur Frontex am Vortag 196 Migranten aufgegriffen und sie in die Registrierlager dieser Inseln gebracht. Zudem seien vier mutmaßliche Schleuser festgenommen worden, teilte die Küstenwache mit. In den Registrierlagern dieser Inseln harren zurzeit nach griechischen Angaben mehr als 32.000 Menschen aus.

2015 und 2016 waren mehr als eine Million Menschen nach Griechenland und damit in die EU gekommen. Die meisten waren damals nach Deutschland und in andere Staaten Mittel- und Westeuropas weitergereist.

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