Ansturm auf Wahllokale in Kairo

Nach monatelangen Protesten finden in Ägypten die ersten freien Wahlen nach dem Sturz des Präsidenten Mubarak statt. Ein Bericht in Bildern.
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Die Aussicht auf saubere Wahlen ohne Schlägertrupps
und gefälschte Stimmzettel hat in Ägypten so viele Wähler mobilisiert
wie nie zuvor. Schon zu Beginn der ersten Parlamentswahl seit dem
Sturz von Präsident Husni Mubarak bildeten sich am Montag lange
Warteschlangen vor den Wahllokalen. Zusätzlich zur Polizei bot der
herrschende Militärrat auch Soldaten auf, um die Schulen zu sichern,
in denen gewählt wurde.
dpa/dapd 7 Die Aussicht auf saubere Wahlen ohne Schlägertrupps und gefälschte Stimmzettel hat in Ägypten so viele Wähler mobilisiert wie nie zuvor. Schon zu Beginn der ersten Parlamentswahl seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak bildeten sich am Montag lange Warteschlangen vor den Wahllokalen. Zusätzlich zur Polizei bot der herrschende Militärrat auch Soldaten auf, um die Schulen zu sichern, in denen gewählt wurde.
Viele ältere Ägypter, die aus Resignation über die Allmacht der
regierenden Nationaldemokratischen Partei von Mubarak schon seit
Jahren nicht mehr wählen gegangen waren, reihten sich in die
Schlangen ein. Augenzeugen sprachen von einer „Atmosphäre der
Sicherheit“, wie es sie früher bei Wahlen nicht gegeben habe. Bis zum
Mittag kam es lediglich in einem Wahlbezirk der südlichen Provinz
Assiut zu Gewalt, als Angehörige des Stammes eines Kandidaten ein
Wahllokal stürmten, weil der Kandidat ausgeschlossen worden war.
dpa/dapd 7 Viele ältere Ägypter, die aus Resignation über die Allmacht der regierenden Nationaldemokratischen Partei von Mubarak schon seit Jahren nicht mehr wählen gegangen waren, reihten sich in die Schlangen ein. Augenzeugen sprachen von einer „Atmosphäre der Sicherheit“, wie es sie früher bei Wahlen nicht gegeben habe. Bis zum Mittag kam es lediglich in einem Wahlbezirk der südlichen Provinz Assiut zu Gewalt, als Angehörige des Stammes eines Kandidaten ein Wahllokal stürmten, weil der Kandidat ausgeschlossen worden war.
Beobachter meldeten, in einigen Wahlbezirken habe die Stimmabgabe
nicht pünktlich begonnen, weil die Richter, die dort Aufsicht führen
sollten, nicht rechtzeitig erschienen, oder weil Stimmzettel nicht
gestempelt waren. Vielerorts verstießen Parteimitglieder gegen das
Verbot, vor den Wahllokalen für ihre Kandidaten zu werben. Vor allem
Anhänger der islamistischen Partei der Freiheit und Gerechtigkeit
verteilten Flugblätter. Die Islamisten-Partei, die sich unter Mubarak
trotz staatlicher Schikanen als stärkste Oppositionsbewegung hatte
etablieren können, könnte nach Einschätzung unabhängiger Beobachter
mehr als 30 Prozent der Stimmen erhalten.
dpa/dapd 7 Beobachter meldeten, in einigen Wahlbezirken habe die Stimmabgabe nicht pünktlich begonnen, weil die Richter, die dort Aufsicht führen sollten, nicht rechtzeitig erschienen, oder weil Stimmzettel nicht gestempelt waren. Vielerorts verstießen Parteimitglieder gegen das Verbot, vor den Wahllokalen für ihre Kandidaten zu werben. Vor allem Anhänger der islamistischen Partei der Freiheit und Gerechtigkeit verteilten Flugblätter. Die Islamisten-Partei, die sich unter Mubarak trotz staatlicher Schikanen als stärkste Oppositionsbewegung hatte etablieren können, könnte nach Einschätzung unabhängiger Beobachter mehr als 30 Prozent der Stimmen erhalten.
n Ägypten war die Wahlbeteiligung in der Mubarak-Ära immer sehr
niedrig gewesen. Bei der letzten Parlamentswahl 2010 hatte sie
offiziell bei 35 Prozent gelegen. Beobachter hatten jedoch damals
vermutet, dass diese Zahl geschönt war.
dpa/dapd 7 n Ägypten war die Wahlbeteiligung in der Mubarak-Ära immer sehr niedrig gewesen. Bei der letzten Parlamentswahl 2010 hatte sie offiziell bei 35 Prozent gelegen. Beobachter hatten jedoch damals vermutet, dass diese Zahl geschönt war.
Diesmal geben zuerst die Bewohner von Kairo, Alexandria und sieben
weiteren Provinzen ihre Stimmen ab. Dafür haben sie Zeit bis
Dienstagabend. Im Dezember und Januar folgen dann die anderen 18
Provinzen. Nach jedem Wahlgang ist eine Stichwahl in den Bezirken
vorgesehen, in denen kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht
hat. Zwei Drittel der insgesamt 498 Mandate sind für Listenkandidaten
reserviert. Die restlichen Sitze gehen an Direktkandidaten. Das
vollständige Wahlergebnis soll am 13. Januar bekanntgegeben werden.
dpa/dapd 7 Diesmal geben zuerst die Bewohner von Kairo, Alexandria und sieben weiteren Provinzen ihre Stimmen ab. Dafür haben sie Zeit bis Dienstagabend. Im Dezember und Januar folgen dann die anderen 18 Provinzen. Nach jedem Wahlgang ist eine Stichwahl in den Bezirken vorgesehen, in denen kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hat. Zwei Drittel der insgesamt 498 Mandate sind für Listenkandidaten reserviert. Die restlichen Sitze gehen an Direktkandidaten. Das vollständige Wahlergebnis soll am 13. Januar bekanntgegeben werden.
Der Wahlkampf war von Protesten gegen das herrschende Militär und
von Gewalt gegen Demonstranten überschattet gewesen, die 41 Menschen
das Leben kosteten. Auf dem Tahrir-Platz, der das Zentrum der
Proteste war, harrten am Wahltag nur noch einige hundert, vorwiegend
junge Demonstranten aus.
dpa/dapd 7 Der Wahlkampf war von Protesten gegen das herrschende Militär und von Gewalt gegen Demonstranten überschattet gewesen, die 41 Menschen das Leben kosteten. Auf dem Tahrir-Platz, der das Zentrum der Proteste war, harrten am Wahltag nur noch einige hundert, vorwiegend junge Demonstranten aus.
Das endgültige Ergebnis der ersten Wahl
ohne Mubarak wird vermutlich im März vorliegen.
dpa/dapd 7 Das endgültige Ergebnis der ersten Wahl ohne Mubarak wird vermutlich im März vorliegen.

In Ägypten finden die ersten freien Wahlen nach dem Sturz des Präsidenten Mubarak statt. Bis ein erstes Ergebnis feststeht, kann es noch Wochen dauern.

Kairo - Vor rund zehn Monaten begann die ägyptische Revolution – nun soll sie an der Wahlurne vollendet werden. Bis das Ergebnis der ersten Wahl ohne Mubarak vorliegt, wird es vermutlich noch Wochen dauern. In unserer Bilderstrecke erklären wir Ihnen die wichtigsten Facts zu den Wahlen in Ägypten.

 

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