Angst vor Lockdown: Kommt das Weihnachtsgeld heuer früher?

Das ist die Idee einiger Politiker, um dem Einzelhandel in der Corona-Zeit zu helfen.
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Das Weihnachtsgeld sollte in diesem Jahr früher ausgezahlt werden, meint die Politik. (Symbolbild)
Monika Skolimowska/zb/dpa Das Weihnachtsgeld sollte in diesem Jahr früher ausgezahlt werden, meint die Politik. (Symbolbild)

Berlin - Wie kann man die Geschäfte in Deutschland während der Pandemie unterstützen, damit sie mehr Käufer gewinnen? Etwa mit einem früher ausgezahlten Weihnachtsgeld, das haben einige Politiker jetzt vorgeschlagen.

Weihnachtsgeld vorzeitig auszahlen? Handelsverband skeptisch

Die betroffene Branche, der Handelsverband Deutschland, reagiert allerdings mit Skepsis. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte am Wochenende: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen. Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes hilft wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt jedoch nur in sehr geringem Umfang. Leider meiden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenigen Menschen begegnen wollen."

Zudem sei zurzeit die Sparquote sehr hoch. Viele Verbraucher hielten ihr Geld angesichts unsicherer Zukunftsperspektiven lieber zusammen, so Genth. "Für die in Not geratenen Händler wären deshalb direkte Hilfszahlungen wie mit den staatlichen Überbrückungshilfen, die unbedingt verlängert werden müssen, zielführender."

Weihnachtsgeld schon mit dem Oktobergehalt?

Zuvor hatte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf der "Bild" gesagt: "Wir müssen den Einzelhandel jetzt unterstützen. Deshalb appelliere ich an Firmen, das Weihnachtsgeld schon mit dem Oktobergehalt auszuzahlen."

Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen, und der Handel müsste sich dann "vor einem hoffentlich vermeidbaren zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten."

Ähnlich äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete und Münchner Florian Post. "Das würde die Lage in den Einkaufszonen im Weihnachtsgeschäft entspannen und wäre eine große Hilfe für den stationären Einzelhandel", sagte er.

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