Zwei Stunden von München entfernt: Beliebte Skiregion lockt mit neuem Musik-Festival

In der Nebensaison nutzen viele Skifahrer und Snowboarder die Gelegenheit, um entspannt noch einmal ein paar Kurven auf der Piste zu drehen – verbunden mit einem "Einkehrschwung" auf einer gemütlichen Hütte oder Sonnenterrasse. Denn die Übernachtungspreise sind zu dieser Zeit oft günstiger. Aber auch ein Tagesausflug kann sich – je nach Schnee- und Wetterlage – in der Nebensaison lohnen. Da lockt zum Beispiel das Allgäu.
Wer in Richtung Saisonende einen Skitrip plant, muss von München nach Oberstdorf mit dem Auto ungefähr zwei Stunden einrechnen. Die weite Anfahrt lohnt sich: Ein Highlight in den Allgäuer Alpen ist dank besonderem Bergblicks das Skigebiet Nebelhorn. Dort befindet sich mit 7,5 km Länge auch die längste beschneite Talabfahrt Deutschlands. Das Gebiet liegt zudem mitten im Zwei-Länder-Skiverbund Oberstdorf-Kleinwalsertal.
Die Tagesskikarte kostet 68,70 Euro
Der Vorteil: Wer mag, kann mit einer Tagesskikarte für 68,70 Euro je Erwachsenem (oder ermäßigt zum Beispiel für 52,90 EUR je Student, Azubi oder Schüler) – die zahlreichen Skigebiete in der Grenzregion befahren: vom Fellhorn und der Kanzelwand über das Walmendingerhorn bis hin zu Ifen/Heuberg und dem Nebelhorn.
Auf der österreichischen Seite im Kleinwalsertal will man den Wintersportlern die Nebensaison zusätzlich schmackhaft machen: mit einem neuen Musikfestival namens "Valley of Sound", das vom 13. bis 15. März anberaumt ist. Über das geplante Festival hat die Kleinwalsertal Tourismus eGen erst jüngst per Pressemitteilung informiert.
Festival für Jüngere, aber auch "Best-Ager"
Demnach sollen bei dem Musikfestival – zu bestimmten Uhrzeiten an dem genannten, langen Wochenende – in einigen Hütten, Bars oder Restaurants verschiedene DJs auflegen.
Auch einige Band-Auftritte sind geplant. Je nachdem, für welchen Programmpunkt man sich entscheidet, soll das Festival vor allem das junge Publikum oder hingegen die "Best-Ager" unter den Wintersportlern ansprechen. Gut zu wissen: Das Programm in den Lokalitäten, wo die Musik spielt, soll für die Besucher keinen Cent extra kosten. Will man allerdings zur jeweiligen Hütte oder Sonnenterrasse rauf auf den Berg, muss man für den Skipass beziehungsweise die Gondelfahrt ganz regulär bezahlen.
Diese Hauptacts sollen spielen
Musikalisch zeige sich das Festival "vielfältig und spricht sämtliche Vorlieben" an, heißt es zudem in der Ankündigung. Darin ist zum Beispiel von House, Techno und Elektromusik die Rede, aber auch von ein wenig Rock'n'Roll und "beliebtesten Evergreens".
Zu den Hauptacts zählen laut Mitteilung die Vorarlberger Rock’n’Roll-Band The Monroes, die Oldies- und Rockabilly-Band Trioldys sowie die "Highlights im elektronischen Bereich mit Harris, Dan Gerous, Jaxx TMS und weiteren ausgewählten DJs".
Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das Programm: Wie die Kleinwalsertal Tourismus eGen mitteilt, soll es einen Auftritt von "The Monroes" am 14. März (von 12 bis 14 Uhr) im Panoramarestaurant an der Bergstation der Kanzelwand geben.

Auch die "Gipfelstuba" an der Bergstation Walmendingerhorn sei für Musikfans bequem erreichbar. "Genieße die Pisten am Walmendingerhorn und lehne dich anschließend zu den Beats von DJane Jaxx TMS auf der Sonnenterrasse zurück", bewarben die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen einen für den 15. März (von 12 bis 15 Uhr) geplanten Programmpunkt des insgesamt dreitägigen Musikfestivals – was wohl vor allem die jüngeren Ski- und Snowboardfahrer auf die österreichische Seite im Skigebiet locken dürfte.
Münchner herzlich willkommen
Es gebe aber auch "Locations außerhalb vom Skigebiet", wo ein musikalisches Programm geboten werde, sagte ein Sprecher der Kleinwalsertal Tourismus eGen auf AZ-Anfrage – "am Hörnlepass braucht man zum Beispiel keinen Skipass" oder auf der Auenhütte. Präsentiert werde das "Valley of Sound" in Zusammenarbeit mit den Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen, sagt der Sprecher.
Das Festival spiele sich zwar auf der österreichischen Seite ab und nicht auf der bayerischen. Willkommen seien aber natürlich im Kleinwalsertal alle Skigäste, warum nicht auch aus München? Man versuche, das autofreie Anreisen möglichst attraktiv zu gestalten, so der Sprecher.
Mit dem Flixbus von München bis ins Kleinwalsertal
"Die Münchner können zum Beispiel mit dem Flixbus anreisen", betont er und verweist auf die noch recht neue Verbindung zwischen München und dem Kleinwalsertal. An den Festivaltagen seien zudem zusätzliche Shuttle- beziehungsweise Busangebote zwischen den verschiedenen "Locations" im Tal vorgesehen. Damit man ohne Stress hin- und zurückkommt.

Gibt es hier, mitten in der idyllischen Region, nicht Probleme wegen des Lärms? Und muss das Festival von der Gemeinde noch genehmigt werden? "Vonseiten der Gemeinde benötigt es zum aktuellen Zeitpunkt keine Genehmigung", teilte die Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal auf Anfrage der AZ mit.
Man setzt auf vorhandene Infrastruktur
Unabhängig davon stimme man sich "im Rahmen der üblichen Abläufe für derartige Veranstaltungen bei Bedarf mit den jeweils zuständigen Stellen" ab, hieß es vonseiten der Kleinwalsertal Tourismus eGen.
Grundsätzlich fänden alle Aktivitäten "innerhalb bestehender, regulär betriebener Locations" statt, also von Gastronomiebetrieben und Hütten. "Aus Respekt gegenüber der Natur und dem sensiblen alpinen Raum verzichten wir auf neue Erschließungen oder temporäre Sonderbauten und nutzen konsequent vorhandene Infrastruktur", hieß es zudem.
Über das genaue Programm zum "Valley of Sound" wolle man schon bald auf der eigenen Website unter www.kleinwalsertal.com informieren, sagte der Sprecher.
Wer sich vorab erkundigen will, welche Pisten aktuell in dem Gesamtskigebiet geöffnet sind, kann sich auf der Internetseite der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen unter www.ok-bergbahnen.com schlaumachen. Dort findet man auch eine Übersicht zu den verfügbaren Parkplätzen an den jeweiligen Liftanlagen und kann sehen, welche Hütten oder Lokale mit Gastronomiebetrieb geöffnet haben.