Zivilklage gegen Alec Baldwin nach Todesschuss bei Filmdreh

Eine Kamerafrau kommt beim Dreh des Westerns "Rust" durch einen Schuss ums Leben. Ein Strafprozess gegen Alec Baldwin wurde 2024 eingestellt. Doch nun kommt auf den Schauspieler eine Zivilklage zu.
dpa |
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Auf Alec Baldwin kommt nun ein Zivilprozess zu. (Archivbild)
Auf Alec Baldwin kommt nun ein Zivilprozess zu. (Archivbild) © Ramsay de Give/Pool AFP/AP/dpa
Los Angeles

Auf den US-Schauspieler Alec Baldwin (68) kommt nach dem tödlichen Schuss auf eine Kamerafrau bei einem Western-Filmdreh eine Zivilklage zu. Der Beleuchter Serge Svetnoy, der am Set des Films "Rust" mitarbeitete, wirft Hauptdarsteller und Produzent Baldwin unter anderem fahrlässiges Verhalten vor und fordert Schadenersatz. Nach Mitteilung von Svetnoys Anwalt soll das Verfahren im Oktober beginnen. Vorher könnte es zwischen den Parteien aber auch zu einer außergerichtlichen Einigung kommen, um damit einen Prozess zu umgehen, berichteten US-Medien. 

Tödlicher Schuss am Set

Bei den "Rust"-Dreharbeiten im Oktober 2021 wurde die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins im US-Bundesstaat New Mexico tödlich verletzt, als sich ein Schuss aus einer Requisitenwaffe löste, die von Baldwin bedient wurde. Regisseur Joel Souza wurde bei dem Vorfall von dem Projektil an der Schulter getroffen und verletzt. Untersuchungen ergaben später, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte. 

Strafprozess gegen Baldwin eingestellt

Baldwin war nach dem tödlichen Schuss wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Im Juli 2024 stellte die Richterin den bereits angelaufenen Strafprozess aber überraschend ein. Die Verteidiger hatten der Staatsanwaltschaft die Vorenthaltung von Beweismitteln und damit grobes Fehlverhalten vorgeworfen. 

Eine Waffenmeisterin, die am Set für Waffensicherheit zuständig war, hatte zuvor wegen fahrlässiger Tötung 18 Monaten Haft erhalten. Die Frage, wie die scharfe Munition ans Set gelangte, ist bis heute nicht geklärt. Beide hatten die Schuld an dem Vorfall wiederholt von sich gewiesen. 

Schwere Vorwürfe des Klägers

Svetnoy hatte seine Zivilklage bereits kurz nach dem tödlichen Vorfall eingereicht, ein Richter in Los Angeles gab nun grünes Licht für ein Verfahren. Die Kugel sei in nächster Nähe an seinem Gesicht vorbeigeschossen, machte der Kläger geltend. Er habe die am Boden liegende Kamerafrau in den Armen gehalten und hilflos zusehen müssen, wie Hutchins im Sterben lag. Dies habe ihn emotional sehr mitgenommen. Der Mitarbeiter bringt Verstöße gegen Sicherheitsauflagen vor, etwa dass es scharfe Munition am Set gab und dass Baldwin die Waffe auf eine Person richtete. 

Es gab schon mehrere Zivilverfahren gegen Baldwin und andere "Rust"-Produzenten. Der Ehemann der Kamerafrau, Matthew Hutchins, hatte sich mit dem Hollywood-Star außergerichtlich auf eine Entschädigung geeinigt. Zudem pochten die Eltern und eine Schwester der Kamerafrau auf Schadenersatz.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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