Zeitumstellung: So lang brauchen die Deutschen fürs Gewöhnen

Die Uhren werden zurückgestellt, doch wie lange dauert es, bis der Körper nachzieht? Eine Befragung zeigt, wie unterschiedlich die Deutschen mit der Umstellung umgehen.
dpa |
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Wenn die Uhren umgestellt werden, kann man schon einmal durcheinanderkommen im Alltag. (Symbolbild)
Wenn die Uhren umgestellt werden, kann man schon einmal durcheinanderkommen im Alltag. (Symbolbild) © Elisa Schu/dpa
Berlin

Wenn die Uhren wieder einmal umgestellt werden, braucht über die Hälfte der Menschen in Deutschland Tage fürs Drangewöhnen. Mehr als jeder Zehnte (13 Prozent) benötigt nach eigenen Worten sogar mehr als eine Woche für die Umstellung, wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Yougov ergab. Etwa drei Tage bis eine Woche fürs Gewöhnen brauchen 26 Prozent, weitere 27 Prozent ein bis zwei Tage. 

Gar keine Anpassungsschwierigkeiten haben demnach 29 Prozent der Menschen in Deutschland: Sie sagen von sich, dass sie sich überhaupt nicht umgewöhnen müssen.

An diesem Sonntag (25. Oktober) werden die Uhren in Deutschland und den meisten anderen Ländern Europas von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Bis zum 28. März 2027 gilt dann wieder die Normalzeit, auch Winterzeit genannt.

Dauer-Streitthema

Die Zeitumstellung wurde 1980 eingeführt - mit dem Ziel, das Tageslicht besser auszunutzen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Tageslicht unser Wohlbefinden positiv beeinflusst. 

Doch es gibt auch Kritik: In einer Befragung der Europäischen Kommission hatten sich 2018 80 Prozent der Teilnehmer dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung in der EU zu beenden - von 4,6 Millionen Antworten kamen damals etwa 3 Millionen aus Deutschland. Eine europaweite Lösung für die Abschaffung ist jedoch nicht in Sicht, da sich die EU-Staaten seit Jahren nicht auf eine Position einigen können.

Mehrheit genervt

Von dem Prozedere sind die Deutschen weiterhin überwiegend genervt: 44 Prozent sagten Yougov, dass sie die Zeitumstellung "voll und ganz ablehnen", weitere 27 Prozent lehnen sie "eher ab". 

Für den Fall, dass die Zeitumstellung abgeschafft würde, sind sich die Befragten laut der Yougov-Erhebung ziemlich uneins: Für 40 Prozent sollte dann eine dauerhafte Sommerzeit gelten (abends länger hell, morgens länger dunkel). Das Gegenteil sagen 36 Prozent (dauerhafte Winterzeit, morgens früher hell, abends früher dunkel).

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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