Zahl potenzieller Organspender in Norwegen schießt in Höhe

Die Berichte über die Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation scheinen einen ungeahnten Effekt zu haben.
dpa |
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Kronprinzessin Mette-Marit wurde auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt. (Archivfoto)
Kronprinzessin Mette-Marit wurde auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt. (Archivfoto) © Lise Åserud/NTB Pool/dpa
Oslo

Die Zahl der potenziellen Organspender in Norwegen ist seit der Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit (52) auf die Warteliste für eine Lungentransplantation massiv gestiegen. Das berichtet die norwegische Nachrichtenagentur NTB unter Berufung auf die Stiftung Organspende in dem Land. 

Am 5. Juni hatte der Palast in Oslo bekanntgegeben, dass Mette-Marit auf die Warteliste gesetzt wurde. Seitdem registrierten sich dem Bericht zufolge 12.000 Menschen als Organspender in dem Land. Das seien 180 Mal so viele oder beinahe 18.000 Prozent mehr, wie im Monat davor.

Mette-Marit ist unheilbar krank

Voraussetzung für die Aufnahme auf die Warteliste ist, dass ein Patient ohne eine neue Lunge nur noch etwa ein Jahr zu leben hätte. Die Kronprinzessin leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose, die das Gewebe des Organs vernarben lässt und die Atmung erschwert. Im Alltag benutzt die Frau von Kronprinz Haakon (52) inzwischen ein Sauerstoffgerät.

Laut der Stiftung Organspende warten in Norwegen derzeit etwa 600 Patientinnen und Patienten auf ein Spender-Organ. Die Warteliste für Lungentransplantationen ist nach Angaben des Lungenfacharztes Are Holm momentan relativ kurz.

In Norwegen gilt bei der Organspende grundsätzlich die Widerspruchslösung, das heißt, eine gestorbene Person wird automatisch zum Organspender oder zur Organspenderin, wenn sie zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. Allerdings werden die Angehörigen stets mit in die Entscheidung einbezogen; diese können die Organentnahme ablehnen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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