Wo fährt es sich am besten? Europäische Skigebiete im Vergleich

Es muss nicht immer Ischgl sein: Mehr als 3.600 Skigebiete gibt’s in Europa. Ein Vergleich zeigt, wo Wintersportler im Ausland am meisten für ihr Geld bekommen – und wo die besten Fotos.
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Perfektes Wetter für einen Skiausflug.
Ruka Koosamo Tourist Association Perfektes Wetter für einen Skiausflug.

München - Warum in die Ferne schweifen? Naja, vielleicht weil dort im Winter manchmal der Himmel blauer, der Schnee fester und die Bergpanoramen noch eindrucksvoller sind als hierzulande. Das europäische Ausland bietet Ski-Begeisterten einiges – sowohl preislich als auch landschaftlich. Das hat das Urlaubs-Portal Travelcircus genauer untersucht.

Skifahren als Erlebnis: Pistenlänge, Tagespreis und Fotogenität

Über 3.600 Skigebiete gibt es demnach in Europa. Klar, Kitzbühel und Ischgl kennt wohl jeder, doch Travelcircus hat 115 Gebiete in 30 Ländern auf Faktoren wie Pistenlänge, Tagespreis und Fotogenität überprüft – denn seinen Freunden über Bilder per Social Media mitzuteilen, wie schön’s im Schnee doch ist, gehört heute für viele zum perfekten Wintersport-Erlebnis dazu.

Das Wichtigste vorab: Die Nummer 1 in Europa ist für die Experten von Travelcircus Rosa Khutor in Russland. Hier gebe es das größte Fahrerlebnis zum kleinen Preis: 77 Pistenkilometer sind hier für einen Ski-Pass-Preis von 20 Euro zu haben. Die Top 5 stellen wir unten vor.

Was der Skigebiete-Vergleich außerdem zeigt

In mehr als der Hälfte der 115 betrachteten Skigebiete kostet ein Tag Skispaß mit Ausrüstung, Pass und Hotel weniger als 100 Euro, so Travelcircus. Am günstigsten kommt man im Kosovo weg, wo man im Schnitt 43 Euro pro Tag braucht. Auch Montenegro, Mazedonien und die Ukraine sind neben Russland ideale Ziele für Sparfüchse.

Niveau spielt beim Skifahren freilich auch eine Rolle. Sowohl auf den Hütten, Stichwort Apres-Ski, als auch auf der Piste. Laut Travelcircus haben es Anfänger in Polen am besten, denn dort gibt es prozentual die meisten Abfahrten für Ungeübtere. Das beste Gleichgewicht aus unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gebe es in Rumänien.

Deutsche Skiegebiete sind teuer

Das beste Preis-Leistungsverhältnis haben die Experten von Travelcircus in Frankreich ausgemacht. Vergleicht man Pistenkilometer mit Tagespass-Preis, kommt man auf zehn Cent pro Kilometer. In Österreich und der Schweiz zahlt man dafür 20 Cent, diese Nachbarländer liegen auf Platz Zwei und Drei. Deutsche Skigebiete seien im Vergleich recht teuer, denn hier muss man pro Kilometer Piste im Schnitt 1,20 Euro hinlegen. Wer nicht weit weg will, dem raten die Experten zu Ski-Trips nach Polen oder Tschechien.

Zu guter Letzt: Wo bietet sich die Kulisse für die schönsten Fotos? Laut Travelcircus führt das Matterhorn die Instagram-Charts an, gefolgt von Are in Schweden und dem ukrainischen Bukovel. Von diesen Orten sind die meisten Bilder auf der Foto-Plattform unter den entsprechenden Stichworten geteilt worden.

Fahrerlebnis zum kleinen Preis: Die Top fünf

1. Rosa Khutor:


Rosa Khutors Abfahrtsstrecken sind 2012 erstmals befahren worden. Foto: Travelcircus

Keine Sorge, es ist keine Schande, das Skigebiet im Westkaukasus nicht zu kennen. Doch seit 2014 dort die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben, ist das laut Travelcircus beste Skigebiet Europas kein Geheimtipp mehr. Auf 77 Pistenkilometern tummeln sich hier Wintersportbegeisterte – für nur 20 Euro pro Tages-Ski-Pass. Laut Travelcircus-Auswertung eignet sich die südrussische Region mit 25 Liften für Anfänger ebenso wie für Profis. Auch auf der Fotoplattform Instagram macht Rosa Khutor einiges her.

2. Dragobrat:


Dragobrat liegt im Westen der Ukraine. Foto: Travelcircus

Nur zehn Kilometer sind die Pisten im ukrainischen Dragobrat lang – klein, aber fein soll das Skierlebnis laut Travelcircus hier ausfallen. Dragobrat gilt mit 1.703 Metern als höchstes Skigebiet der Ukraine. Laut der Untersuchung eignet sich das Gebiet mit 13 Liften besonders für eher unerfahrene Ski-Sportler, weil es gute Anfänger-Pisten gibt. Bei den Kosten für einen Tag im Schnee liegt Dragobrat sogar noch vor Platz 1. Im Westen der Ukraine kommt man auf 48 Euro pro Tag – die Leihgebühren für die Skiausrüstung fallen laut Travelcircus mit nur fünf Euro recht günstig aus. In Rosa Khutor muss man 58 Euro pro Skitag rechnen.

3. Bukovel:


Bukovel heißt auch der Berg. Foto: Travelcircus

Auch auf dem dritten Platz liegt ein Skigebiet aus der Ukraine: Bukovel wartet mit 68 Pistenkilometern auf, schreibt Travelcircus. Damit ist das Gebiet im Herzen der Ostkarpaten das größte Wintersportgebiet des Landes. Der Ski-Pass kostet hier 31 Euro, insgesamt kommt man mit 57 Euro pro Tag, inklusive Hotel und Ausrüstung hin, so die Tester. Aber nicht nur Sparfüchse kommen hier voll auf ihre Kosten. Laut Instagram-Rangliste ist Bukovel auch sehr fotogen: Fast 300.000 Einträge gibt es dort unter dem Hashtag bukovel.

4. Matterhorn:


Gilt als fotogenste Skiregion Europas: das italienisch-schweizerische Matterhorn. Foto: Travelcircus

Das wohl nächste Skigebiet unter den Top 5 von Travelcircus ist das Matterhorn. Es erstreckt sich über Ländergrenzen hinweg – und hat tatsächlich 322 Kilometer Pistengesamtlänge zu bieten. Hier ist das ganze Jahr über Skisaison – es ist das höchste Skigebiet der Alpen. Dafür muss man freilich auch bezahlen: 80 Euro kostet der Tagesskipass.

5. Les Trois Vallées:


Ein Schnee-Wolf zwischen den drei Tälern. Foto: Travelcircus

Mit 600 Kilometer Pistenlänge ist Les Trois Vallées in der französischen Tarentaise das größte Gebiet im Vergleich und laut eigenen Angaben das größte der Welt. Platz 5 im Ranking ist zwar nicht so günstig – 121 Euro muss man hier für einen Skitag hinblättern – dafür kommen sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene auf ihre Pisten und damit Kosten. Les Trois Vallées heißt "die drei Täler", denn die verbindet das Gebiet.

Der Kronplatz ist am beliebtesten

Kronplatz in Südtirol ist das beliebteste Skigebiet der Alpen. Das ergab eine Umfrage des Beratungsunternehmens Mountain Management mit der Universität Innsbruck. Dafür wurden knapp 46.000 Ski- und Snowboardfahrer in 55 ausgewählten Gebieten befragt. 2016 lag hier Zermatt im Schweizer Wallis vorne, das diesmal auf Rang zwei landet. Den dritten Platz teilen sich Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol und Val Gardena in Südtirol. Es folgen Alta Badia (Italien), Grächen, Arosa Lenzerheide, Aletsch Arena (Schweiz) und Livigno (Italien). Laax (Schweiz) sowie Sölden (Österreich) teilen sich Rang zehn.

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