Winterbilanz in Österreich: 26 Menschen starben in Lawinen

Zuletzt machten viele Lawinenunglücke gerade in Österreich Schlagzeilen. Es werden nach Meinung der Experten einfach zu oft Warnungen in den Wind geschlagen. Die Bilanz zeigt ein Plus bei den Toten.
dpa |
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Winterbilanz: In Österreich sind bisher 26 Menschen bei Lawinen gestorben. (Symbolbild)
Winterbilanz: In Österreich sind bisher 26 Menschen bei Lawinen gestorben. (Symbolbild) © Stefanie Paul/dpa
Innsbruck

In Österreich sind in dieser Wintersaison bisher 26 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Darunter seien vier Deutsche - ein Wanderer sowie drei Skifahrer, die abseits der Piste unterwegs gewesen seien, teilte das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) mit. Die Zahl der Opfer liege deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Besonders unfallträchtig sei der Zeitraum vom 15. bis 24. Februar mit 14 Getöteten gewesen.

Solche Häufungen von Opferzahlen während besonders kritischer Phasen am Berg kämen immer wieder vor, so das KAS weiter. "Obwohl vor diesen Lawinenzeiten gewarnt wird und die erhöhte Lawinengefahr bekannt ist, scheint das persönliche Risikomanagement an diesen Tagen bei manchen zu versagen." Die immer bessere Ausrüstung gerade für den Notfall biete keinen kompletten Schutz.

Hohe Hubschrauberkosten bei Bergung

Nach einem zunächst schneearmen Winter war die Lawinengefahr zuletzt deutlich gewachsen. Sie ist in Tirol und Vorarlberg weiterhin beachtlich. Bei Touren außerhalb gesicherter Piste gilt weiterhin große Vorsicht.

Für die Angehörigen der Toten oder für die Verletzten kann die Bergung aus einer Lawine teuer werden. In Österreich stellen die verschiedenen Flugrettungen mit ihren Notarzthubschraubern, der Bergrettungsdienst und oft auch die Alpinpolizei ihren Aufwand in Rechnung. Der Einsatz eines Rettungshubschraubers schlägt durchschnittlich mit 5.000 bis 6.000 Euro für 40 Minuten zu Buche.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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