Weltkrebstag am 4. Februar: Diese Vorsorge-Untersuchungen zählen
Der Weltkrebstag am 4. Februar erinnert jährlich daran, dass Früherkennung Leben retten kann. In Deutschland steigen die Neuerkrankungen stetig an, doch viele Krebserkrankungen wären bei rechtzeitiger Diagnose heilbar oder könnten durch das Entfernen von Vorstufen sogar ganz verhindert werden. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm bietet hierfür eine solide Basis, die jedoch von vielen Menschen noch zu selten genutzt wird.
Die Säulen der Vorsorge bei Frauen
Für Frauen beginnt die regelmäßige Krebsfrüherkennung bereits ab dem 20. Lebensjahr mit der jährlichen Untersuchung beim Frauenarzt. Seit der Reform im Jahr 2020 unterscheidet sich das Vorgehen beim Gebärmutterhalskrebs-Screening jedoch nach dem Alter.
Frauen zwischen 20 und 34 Jahren erhalten weiterhin jährlich den klassischen Pap-Abstrich. Ab dem 35. Lebensjahr wird dieser durch die sogenannte Ko-Testung ersetzt, die alle drei Jahre von den Krankenkassen übernommen wird. Dabei wird neben dem Zellabstrich zusätzlich ein Test auf Humane Papillomviren (HPV) durchgeführt, da diese Viren die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs sind. Trotz dieses dreijährigen Intervalls bleibt der Anspruch auf die jährliche klinische Untersuchung inklusive Abtasten der Organe bestehen.
Zusätzlich rückt ab dem 30. Lebensjahr die Brustkrebsvorsorge in den Mittelpunkt. Neben der jährlichen Tastuntersuchung durch den Arzt werden Frauen auch zur monatlichen Selbstuntersuchung angeleitet. Ein bedeutender Meilenstein ist das Mammographie-Screening: Seit Juli 2024 wurde die Altersgrenze hierfür angehoben, sodass nun Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren alle zwei Jahre eine Einladung zur Röntgenuntersuchung der Brust erhalten.
Männer sind Vorsorgemuffel
Statistiken zeigen regelmäßig, dass Männer seltener zu Früherkennungsuntersuchungen gehen als Frauen. Dabei ist besonders die Prostatakrebs-Vorsorge ab dem 45. Lebensjahr essenziell. Diese umfasst eine jährliche Tastuntersuchung der Prostata und der Lymphknoten sowie die Inspektion des äußeren Genitals.
Auch wenn der PSA-Test (Prostata-spezifische Antigen) oft diskutiert wird und meist eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) darstellt, bietet das Programm eine wichtige erste Barriere gegen unentdeckte Krebserkrankungen.
Zusätzlich wird Männern ab 65 Jahren einmalig eine Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Aneurysmen der Bauchschlagader angeboten.
Darm und Haut im Fokus
Unabhängig vom Geschlecht rücken ab dem 35. Lebensjahr zwei weitere wichtige Untersuchungen in den Fokus. Das Hautkrebs-Screening steht gesetzlich Versicherten alle zwei Jahre zu; dabei inspiziert ein Facharzt die gesamte Körperoberfläche auf auffällige Muttermale oder Veränderungen.
Ab 50 Jahren startet zudem die Darmkrebsvorsorge. Männer können bereits mit 50 eine Koloskopie (Darmspiegelung) durchführen lassen, Frauen ab 55 Jahren. Diese Untersuchung gilt als besonders effektiv, da Vorstufen - sogenannte Polypen - oft direkt während des Eingriffs entfernt werden können. Alternativ wird ein regelmäßiger Test auf verborgenes Blut im Stuhl angeboten.
Prävention durch Lebensstil und Impfung
Neben den rein medizinischen Screenings spielt die Primärprävention eine entscheidende Rolle. Experten schätzen, dass rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vermeidbar wären. Dazu zählt der Verzicht auf Tabak und Alkohol. Von Bedeutung sind eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung.
Ein besonderer Erfolg der modernen Medizin ist zudem die HPV-Impfung, die das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und andere Tumorarten massiv senkt. Sie wird idealerweise im Kindesalter durchgeführt, kann aber auch später noch sinnvoll sein, um langfristige Gesundheitsrisiken zu minimieren.
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