Wegen Hitze: Bahn rät von nicht notwendigen Reisen ab

Aufgrund der extremen Temperaturen raten Bahnunternehmen von nicht dringend notwendigen Reisen ab. Ein Unternehmen in NRW kündigt an, für sechs Stunden den Betrieb seiner Regionalzüge einzustellen.
dpa |
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Die Deutsche Bahn erwartet angesichts der Hitze und angekündigter Unwetter eine hohe Belastung für ihre Infrastruktur. (Archivbild)
Die Deutsche Bahn erwartet angesichts der Hitze und angekündigter Unwetter eine hohe Belastung für ihre Infrastruktur. (Archivbild) © Jan Woitas/dpa
Berlin

Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen raten wegen der Hitze am Wochenende von nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr ab. Das teilte die Deutsche Bahn online mit. "Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekord-Hitze betroffen. Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen", heißt es in der Mitteilung. Darüber hinaus warne der Deutsche Wetterdienst vor Gewittern und Starkregen.

Der bundeseigene Konzern erklärte: "Gemeinsam mit anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Branchenorganisationen wie dem Bundesverband Schienennahverkehr (BSN) rät die Deutsche Bahn: Bitte vermeiden Sie heute und morgen alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr."

Privates Bahnunternehmen stellt Betrieb vorübergehend ein

Das Bahnunternehmen National Express, das Regionalzüge in Nordrhein-Westfalen fahren lässt, will wegen der hohen Temperaturen am Samstagnachmittag den Betrieb für sechs Stunden einstellen. Betroffen sind laut Ankündigung zwischen 13.00 und 19.00 Uhr fünf Linien. Die Züge fallen dem Unternehmen zufolge auf dem kompletten Laufweg aus. Ihren Verkehr einstellen will die Deutsche Bahn nach aktuellem Stand nicht. 

Weichenschäden und Böschungsbrände möglich

Bereits am Donnerstag hatte der bundeseigene Konzern mitgeteilt, dass Tickets für Fernverkehrsreisen bis einschließlich Dienstag, 30. Juni, kostenfrei storniert werden können, sofern sie vor dem 23. Juni gekauft wurden.

Ausfälle bei Klimaanlagen gibt es in den Fernverkehrszügen aufgrund einer deutlich verjüngten Flotte nicht mehr so oft. Anfälliger ist dafür die Infrastruktur. Weichen sowie Leit- und Sicherheitstechnik können bei den hohen Temperaturen und stundenlanger direkter Sonneneinstrahlung beschädigt werden. Das kann zu weiteren Problemen auf dem ohnehin stark störanfälligen Netz der Bahn führen. 

Zudem steigt das Risiko für Böschungsbrände, die ebenfalls Schaden anrichten können. Außerdem können Starkregen, Gewitter und Sturmböen ebenfalls zu Problemen führen. 

Schon im Sommer des vergangenen Jahres kam es bei großer Hitze im Juni und im Juli zu Weichendefekten und in der Folge zu Zugausfällen und Verspätungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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