Waldbrände bei Athen: Die Schadenserhebung beginnt

Noch glüht und raucht es in einer großen Region westlich von Griechenlands Hauptstadt Athen, die Waldbrandgefahr bleibt sehr hoch. Langsam werden die gewaltigen Schäden sichtbar.
dpa |
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Urlaubsparadies abgebrannt: Schätzungsweise 10.000 Einwohner und Urlauber mussten die Region wegen der Brände verlassen.
Urlaubsparadies abgebrannt: Schätzungsweise 10.000 Einwohner und Urlauber mussten die Region wegen der Brände verlassen. © Petros Giannakouris/AP/dpa
Athen

Die großen Waldbrände westlich von Athen sind unter Kontrolle, aber längst noch nicht vollständig gelöscht. Weiterhin bekämpft die Feuerwehr sowohl am Boden als auch aus der Luft rauchende Glutherde und neu entflammende Kleinbrände, wie der Sender ERTNews zeigte. Hilfreich ist das Wetter - es gibt kaum Wind. Derweil können die Menschen in manche Orte zurückkehren. Die Schäden an Besitz und Natur sind bislang kaum zu überblicken.

Der konservative Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat schnelle Hilfe zugesagt und für den späten Vormittag eine Krisensitzung einberufen. Dort sollen verschiedene Maßnahmen beraten und auf den Weg gebracht werden, unter anderem die zügige Begutachtung der rund 100 verbrannten Häuser. Diese befinden sich vor allem im Küstenort Porto Germeno. Es geht um Vorbereitungen für den Beginn des Wiederaufbaus. 

Diskutiert wird auch ein Zuschuss für eine vorübergehende Unterkunft zur Unterstützung der Menschen, die ihr Heim verloren haben. Für Landwirte, Betriebe und Anlagen gibt es gesonderte Hilfen. 

Umweltschäden sind kaum abzusehen

Kaum abzusehen sind hingegen die Umweltschäden. Es sind nicht nur die rund 80 Quadratkilometer Wald, Buschland sowie landwirtschaftliche Flächen, die den aktuellen Bränden zum Opfer fielen. In den vergangenen zehn Jahren verbrannten in der Region Attika rund um die Hauptstadt Athen rund 200 Quadratkilometer Wald - das entspricht 42 Prozent der vorhandenen Waldfläche der Region, wie die Zeitung "Naftemporiki" schreibt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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