Vorkultur auf der Fensterbank: Was man jetzt säen sollte
Während es draußen oft noch frostig ist, juckt es vielen Hobbygärtnern Ende Februar bereits in den Fingern. Der meteorologische Frühlingsanfang am 1. März steht vor der Tür - die perfekte Zeit, um die Fensterbank in ein kleines Gewächshaus zu verwandeln. Die Vorkultur im Haus gibt empfindlichen Pflanzen den nötigen Vorsprung, damit sie im Sommer kräftig blühen oder eine reiche Ernte bescheren.
Warum Vorkultur?
Viele Gemüse- und Blumenarten stammen aus wärmeren Regionen. Würde man sie im Mai direkt ins Beet säen, reichte unser Sommer nicht aus, damit sie reif werden. Auf der warmen Fensterbank simulieren wir den Frühling und lassen die Samen sicher keimen.
Diese fünf Favoriten gehören jetzt in die Erde
Ende Februar ist der Startschuss für Tomaten. Sie lieben die Wärme im Haus (ca. 20 bis 24 °C). Sobald die ersten echten Blätter nach den Keimblättern erscheinen, müssen sie "pikiert" werden.
Paprika, Chili und Auberginen sind die langsamen Genießer: Sie brauchen eine lange Entwicklungszeit. Wer sie jetzt sät, stellt sicher, dass die Früchte im August auch wirklich ausreifen. Sie benötigen es konstant warm und brauchen viel Licht.
Die exotische Beere Physalis wächst anfangs sehr langsam. Ein Start Ende Februar garantiert, dass die Pflanze groß genug ist, wenn sie nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie darf.
Frühe Kräuter wie Basilikum, Petersilie und Schnittlauch lassen sich wunderbar in kleinen Töpfen vorziehen. So hat man bereits im April frische Küchenkräuter griffbereit.
Wer im Sommer ein Blütenmeer möchte, sollte jetzt Fleißige Lieschen, Löwenmaul oder Petunien aussäen. Sie entwickeln im Haus ein starkes Wurzelsystem, bevor sie nach draußen umziehen.
Goldene Regeln für den Erfolg auf der Fensterbank
Das richtige Licht: Da Februar-Sonne oft noch schwach ist, sollte man die Töpfchen an das hellste Fenster (mit Südausrichtung) stellen. Wenn die Keimlinge lang und dünn werden, haben sie zu wenig Licht und zu viel Wärme.
Spezielle Anzuchterde ist nährstoffarm und besser als normale Blumenerde. Das zwingt die kleinen Pflanzen, starke Wurzeln zu bilden, um nach Nahrung zu suchen.
Eine transparente Abdeckung (oder eine aufgeschnittene Plastikflasche) über dem Topf hält die Luftfeuchtigkeit hoch. Aber Vorsicht: Einmal am Tag lüften, um Schimmel zu vermeiden!
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