Viele Hinweise zu Mord an "Bierkönig"-Gründer auf Mallorca

Fast 30 Jahre nach dem Mord an Manfred Meisel kommt Bewegung in den Fall. Mehrere Zeugen meldeten sich, nachdem die Sendung "Aktenzeichen XY… International" die Tat aufgegriffen hat.
dpa |
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Die Sendung wird von Rudi Cerne moderiert. (Archivbild)
Die Sendung wird von Rudi Cerne moderiert. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa
Frankfurt/Main

Zum seit fast 30 Jahren ungeklärten Mord an Manfred Meisel, dem Gründer des "Bierkönigs" auf Mallorca, gibt es laut der Frankfurter Staatsanwaltschaft viele vielversprechende Hinweise. Die Tat war am Mittwochabend Thema in der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY... International". Bis Mitternacht seien deutlich mehr als 50 Hinweise eingegangen, teilt ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwalt auf Anfrage mit. Sie kämen unter anderem aus dem damaligen unmittelbaren Umfeld von Meisel.

"Es deutet sich an, dass es bei Zeugen möglicherweise Loyalitätsverschiebungen gegeben hat und nunmehr Bereitschaft besteht, weitere Aussagen zu tätigen", erklärte der Sprecher. Weitere Angaben würden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht.

Drei Menschen wurden erschossen

Meisel, sein achtjähriger Sohn Patrick und die Tierpflegerin Claudia Leisten wurden in der Nacht zum 12. November 1997 auf Meisels Finca bei S'Aranjassa erschossen. Der oder die Täter gingen laut Mitteilung professionell und offenbar gezielt vor. Als mögliches Motiv gelten Rivalitäten um Meisels wertvolle Vogelzucht. Auch Verbindungen zur organisierten Kriminalität sind denkbar. 

Weil Meisel deutscher Staatsbürger und vor seinem Wegzug nach Mallorca in Frankfurt am Main gemeldet war, war die Staatsanwaltschaft dort "seit der Tat parallel zu der spanischen Mordkommission mit den Ermittlungen betraut", wie sie mitteilte.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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