Venezuela: Retter nähern sich singend den Verschütteten

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela suchen Helfer und Anwohner nach Verschütteten – oft ohne ausreichendes Werkzeug. Ein Weihnachtslied spendet Trost und Hoffnung inmitten der Trümmer.
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Die Suche nach Verschütteten unter den Trümmern nach dem schweren Doppelbeben in Venezuela geht unermüdlich weiter.
Die Suche nach Verschütteten unter den Trümmern nach dem schweren Doppelbeben in Venezuela geht unermüdlich weiter. © Javier Campos/
Caracas

Nach dem schweren Doppelbeben in Venezuela werden im Internet freiwillige Helfer gefeiert, die ihren Rettungseinsatz auf der Suche nach Verschütteten mit Gesang begleiten. Auf einem von "El País México" geteilten Video sind die Helfer zu sehen und zu hören, wie sie laut und enthusiastisch gemeinsam singen: "Beruhig dich, mein Verletzter, wir sind fast da." 

Dabei greifen sie in einer leichten Abwandlung auf ein populäres venezolanisches Weihnachtslied zurück, "El burrito sabanero". Es handelt von einem Hirten, der sich mit seinem kleinen Esel auf den Weg zum Jesuskind macht. Der Gesang soll dem Medium zufolge Verschüttete auf die nahenden Helfer aufmerksam machen und Trost spenden. 

"Wir holen dich jetzt raus"

Das "El País"-Video zeigt auch, wie unter schweren Betontrümmern Überlebende gefunden werden, darunter ein eingeklemmtes Kind. "Wir holen dich jetzt raus, damit dich der Hubschrauber wegbringen kann", ist ein Helfer zu hören, dem der kleine Junge antwortet: "Aber es ist alles zerstört."

Am dritten Tag nach der Katastrophe im venezolanischen Bundesstaat La Guaira verbreiten Videos wie diese weiter die Hoffnung, noch Menschen aus den eingestürzten Häusern zu retten. Neben Einsatzkräften aus dem In- und Ausland beteiligen sich allerorts Anwohner an der Suche - zumeist ohne schweres Gerät oder ausreichendes Werkzeug. 

Am Mittwoch hatten zwei kurz aufeinanderfolgende Beben der Stärke 7,2 und 7,5 den Norden und das Zentrum des südamerikanischen Landes erschüttert. Mindestens 920 Menschen sind laut Behörden ums Leben gekommen, mehr als 3.000 wurden verletzt. Es wird befürchtet, dass Tausende Menschen unter Trümmern begraben worden sein könnten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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