USA setzen millionenschwere Belohnung für Drogenbosse aus

Washington greift hart gegen das berüchtigte mexikanische CJNG-Kartell durch. Es werden Belohnungen in Höhe von insgesamt 100 Millionen US-Dollar angeboten. Wer ist der neue Anführer "Pelón"?
dpa |
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Nach dem Tod des früheren Kartellchefs kam es in Mexiko zu einem Gewaltausbruch. (Archivbild)
Nach dem Tod des früheren Kartellchefs kam es in Mexiko zu einem Gewaltausbruch. (Archivbild) © Armando Solis/AP/dpa
Washington/Mexiko-Stadt

Die US-Regierung hat Belohnungen in Millionenhöhe für Anführer eines berüchtigten mexikanischen Drogenkartells ausgesetzt. Insgesamt sollen mehr als 100 Millionen US-Dollar (rund 86,6 Millionen Euro) für Hinweise gezahlt werden, die zur Festnahme oder Verurteilung von acht hochrangigen Mitgliedern des Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG) führen, wie das US-Außenministerium mitteilte.

Die Vereinigten Staaten seien dabei, das Kartell aufzuspüren, zu zerschlagen und zu vernichten, schrieb Außenminister Marco Rubio auf X. Das US-Außenministerium sprach in einer Mitteilung von einer "historischen und entschlossenen Maßnahme" gegen eine der gewalttätigsten Drogen-Terror-Organisationen. Zudem wurden Visabeschränkungen gegen 65 mit dem Kartell verbundene Personen verhängt, darunter Familienangehörige und Geschäftspartner. 

"Pelón" gilt als der neue Anführer des Kartells

Die höchste Einzelbelohnung wurde auf den neuen Anführer des Kartells ausgesetzt. Für Hinweise zu Juan Carlos Valencia González, bekannt als "Pelón", werden 25 Millionen US-Dollar angeboten. Der in Kalifornien geborene, rund 41 Jahre alte Drogenboss ist Doppelstaatsbürger Mexikos und der USA.

Valencia ist Sohn von Rosalinda González, der Ex-Frau von Nemesio Oseguera Cervantes. Dieser war zuvor Anführer des CJNG und war im Februar bei einem Militäreinsatz zu seiner Festnahme ums Leben gekommen. Nach seinem Tod überzogen Anhänger von Oseguera, alias "El Mencho", Mexiko mit einer Welle der Gewalt. Dabei starben mindestens 74 Menschen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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