Urteil gegen geständigen Sexualstraftäter erwartet

Im Prozess um schweren sexuellen Kindesmissbrauch gegen einen 42-Jährigen aus Hannover werden heute die Plädoyers und das Urteil erwartet. Zuvor wird der psychiatrische Sachverständige im Landgericht der niedersächsischen Landeshauptstadt sein Gutachten vorlegen. Der Angeklagte hatte gestanden, dass er sich im Internet als attraktiver Junge ausgegeben und 10- bis 13-jährige Mädchen zu Nacktbildern und Sex-Videos überredet hatte. Bei späteren persönlichen Treffen kam es zu sexuellen Übergriffen, die der Mann auch filmte. Von acht in der Anklage vorgeworfenen Vergewaltigungen räumte er sechs ein. Im Gegenzug zu dem Geständnis sicherte ihm das Gericht eine Gefängnisstrafe von maximal fünf Jahren und neun Monaten zu.
| dpa
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Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen.
Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. © Volker Hartmann/dpa/Symbolbild
Hannover

Tatorte zwischen 2010 und 2013 waren Hannover, Wolfenbüttel, Halle in Sachsen-Anhalt sowie Werder und Schwielowsee in Brandenburg. Der Mann war 2018 wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Bei der Auswertung der sichergestellten Daten wurde später klar, dass er auf einigen Bildern und Videos auch selbst zu sehen war. (Az.: 96 KLs 27/19).

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